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Aus der Stadt Tellkampfschule fühlt sich benachteiligt
Hannover Aus der Stadt Tellkampfschule fühlt sich benachteiligt
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08:15 29.11.2014
Die Tellkampfschule am Maschsee. Quelle: Marcel Schwarzenberger
Hannover

Seit 2009 sei bekannt, in welchem maroden Zustand der Fachtrakt sei, sagte Heike Lutz. Zwar seien zuletzt die Chemieräume instandgesetzt worden, aber die ursprünglich zugesagte anschließende Sanierung der Physik- und Biologieräume stocke. Jörg Gronemann vom Gebäudemanagement entgegnete, das Bauprogramm der Stadt für das nächste Jahr werde gerade erarbeitet. Ob die Tellkampfschule dabei sei oder nicht, sei noch unklar. Vor 2017, wenn überhaupt, könne jedoch mit einer Sanierung nicht begonnen werden. Zudem gebe es in vielen Schulen der Stadt Sanierungsbedarf.

Bernhard Bock, stellvertretender Schulleiter, wollte dieses Argument nicht gelten lassen. „Wir fühlen uns benachteiligt“, sagte er: „Die Notwendigkeit, dass unsere naturwissenschaftlichen Räume dringend saniert werden müssen, steht seit fünf Jahren fest, und ist nie bestritten worden.“ Es gehe etwa um defekte Elektroleitungen und marode Stühle.

Elternvertreterin Lutz sagte: „Meine Tochter geht jetzt in die neunte Klasse und hatte noch nie Physik- oder Biologieunterricht in angemessenen Räumen - das wird sich wohl auch bis zu ihrem Abitur nicht ändern.“ Schulamtsleiterin Petra Martinsen räumte ein: „Da haben immer andere schwerwiegende Dinge zwischengegrätscht.“

Hannovers Schulderzernentin Marlis Drevermann wies darauf hin, dass auch Baumaßnahmen in anderen Schulstandorten dringend notwendig seien, zum Teil könne andernfalls dort der Schulbetrieb nicht aufrechterhalten werden. Priorität habe jetzt die Umstellung auf das Abitur nach neun Schuljahren an den Gymnasien, das die Landesregierung zum nächsten Sommer einführen will. „Dafür müssen wir die Standorte fit machen, auch baulich.“

Sprachlernklassen gefordert: Rot-Grün forderte in der Sitzung des Schulausschusses von der Verwaltung zudem ein Konzept zum Aufbau von wohnortnahen Sprachlernklassen für Flüchtlingskinder. Drevermann sagte, man arbeite mit der Landesschulbehörde gerade an einem entsprechenden Plan, der in Kürze öffentlich vorgestellt werde. SPD und Grüne machten sich auch für den Ausbau des Sprachförderkonzepts „Rucksack in der Grundschule“ stark. Abgelehnt wurde hingegen der CDU-Antrag, in den nächsten Haushalt die Planungskosten für eine neue Grundschule im Bezirk Buchholz/Kleefeld einzustellen. Noch sei gar nicht klar, dass es keine Alternativen zum Neubau gebe, sagte Michael Klie (SPD).

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