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Aus der Stadt Tendenz geht zur Sanierung des Landtags
Hannover Aus der Stadt Tendenz geht zur Sanierung des Landtags
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10:07 21.02.2015
Von Heiko Randermann
Die Zukunft der Landtagssanierung entscheidet sich in der kommenden Woche. Quelle: Tim Schaarschmidt
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Hannover

Ein Gutachten hatte den Parlamentariern zwei Sanierungsvarianten für den Landtag vorgeschlagen. Variante A sieht ein Abtragen der von Korrosion befallenen Betonteile und ein anschließendes Ausbessern der Stellen vor. Variante B, die geringfügig billiger ist, sieht vor, dass die Wände einfach mit einer zusätzlichen Schicht Beton abgedichtet und damit zwei Zentimeter dicker werden. Beide Varianten kosten nach Schätzung der Gutachter knapp 900.000 Euro.

Es ist ein Mammutprojekt: Drei Jahre lang soll der Umbau des Landtagsgebäudes in Hannover andauern. Ein Rundgang über die Baustelle.

„Die CDU hat eine klare Position: Wir sind für Variante B“, sagte Fraktionschef Björn Thümler. Allerdings sei Bedingung, dass der Gesamtkostenrahmen von 52,8 Millionen Euro nicht überschritten werde. Es sei jetzt klar, dass die Wände die notwendige Standfestigkeit hätten, sagte Landtagspräsident Bernd Busemann. „Ich spreche mich gegen einen Abriss aus.“

Finanzminister Peter-Jürgen Schneider (SPD) signalisierte, dass auch die rot-grüne Zustimmung zu einer derartigen Lösung so gut wie sicher sei. Er erklärte, dass die Mehrkosten durch Sparmaßnahmen aufgefangen werden sollen, sodass das Gesamtbudget eingehalten werden kann.

Dagegen spricht sich die Fraktion der FDP klar für Abriss und Neubau des Plenarsaals aus. „Das Staatliche Baumanagement hat deutlich gemacht, dass es bei einer Sanierung der Außenwände zu mehr Kosten, mehr Risiken und weniger Leistung kommen wird“, sagte der parlamentarische Geschäftsführer Christian Grascha. Busemann gab in der Baukommission zu bedenken, dass damit das Urheberrecht sowie der Denkmalschutz berührt sein könnten.

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