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Aus der Stadt „Tiefrote“ Karte die Becher von Hannover 96
Hannover Aus der Stadt „Tiefrote“ Karte die Becher von Hannover 96
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00:21 03.11.2014
Von Veronika Thomas
Stehen in der Kritik: die Becher von Hannover 96.
Stehen in der Kritik: die Becher von Hannover 96.  Quelle: Archiv
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Hannover

„Wir fühlen uns zu Unrecht an den Pranger gestellt“, hält Stadionchef Thorsten Meier dagegen. Der Verein wisse, dass beim Kompostieren der Becher kein Humus aufgebaut werde, sondern lediglich Kohlenstoffdioxid und Wasser entstehe. Deshalb würden die Becher mit Beginn der Rückrunde ab Februar 2015 recycelt. Wo, das will Hannover 96 zum Jahresanfang bekannt geben.

Zum ersten Mal hat die DUH den Einsatz von Getränkebechern in Bundesligastadien aus ökologischer Sicht bewertet. Nur acht von 18 Vereinen erhielten die „grüne Karte“ für den Getränkeausschank in umweltfreundlichen Mehrwegbechern, darunter Borussia Dortmund und Werder Bremen. Zehn Klubs sahen für den Einsatz unökologischer Kunststoffbecher „Rot“ - ganz hinten abgeschlagen auf Platz 18 landete Hannover. Die DUH bezweifelt die Aussagen der Vereinsführung zur Becherkompostierung. Damit habe sich Hannover 96 „als Ökofußballverein inszeniert“, obwohl die Kompostierung des Biokunststoffs Polylactid (PLA) sinnlos sei. Auch das angekündigte Recycling ist aus Sicht der DUH zweifelhaft.

„Erfahrungen bei der Sammlung der PLA-Becher haben gezeigt, dass dies in der Praxis nicht funktioniert“, sagte gestern Thomas Fischer, DUH-Bereichsleiter für Kreislaufwirtschaft. Der größte Teil lande im Restmüll und werde verbrannt - auch, weil es in Deutschland keine entsprechende Recyclinganlage gebe. Dagegen geht Hannover 96 in die Offensive: „Wir stehen in konkreten Verhandlungen mit einem Recyclingunternehmen“, sagt Meier.

Das Stadion-Ranking der Bundesliga finden Sie hier.

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