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Aus der Stadt „Tonnen machen vieles einfacher“
Hannover Aus der Stadt „Tonnen machen vieles einfacher“
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16:21 19.08.2010
Von Mathias Klein
Künftig sollen die Tonnen nicht nur in Hannover, sondern auch in Laatzen abgeholt werden – zunächst als Versuch. Quelle: Frank Wilde (Archiv)

Seit Jahren wird in der Region Hannover über die Umstellung auf ein einheitliches Müllsystem und die damit verbundene Abschaffung der grauen Restmüllsäcke im Umland diskutiert – jetzt kommt Bewegung in die Sache: Die Stadt Laatzen bietet sich als Modellkommune für die Umstellung vom Sacksystem auf die Mülltonnen an. Das hat Bürgermeister Thomas Prinz (SPD) in einem Gespräch mit der HAZ mitgeteilt. „Sammelsystem, Handhabung und Akzeptanz müssen vor einer Einführung getestet werden“, sagte Prinz. Seine Stadt sei durch ihre Größe und Struktur dafür geeignet. 

Prinz ärgert sich schon seit Längerem über die auf den Bürgersteigen herumstehenden Restmüllsäcke. „Da gehen dann Tiere wie Katzen, Raben oder Waschbären dran“, berichtet er. Eine Rolle spielt aus seiner Sicht die Frage der Kostengerechtigkeit. „Heute kann man aber mit Speicherchip an der Tonne und Waage am Müllwagen jedes Gramm Müll einzeln abrechnen“, erläuterte er.

Einen Versuch, die Mülltonnen durch Säcke zu ersetzen, hatte auch Langenhagen überlegt, berichtete Bürgermeister Friedhelm Fischer. „Aber wegen der vielen Neubaugebiete funktioniert das bei uns nicht“, meinte er. Die Grundstücke seien für mehrere Tonnen einfach zu klein.

„Tonnen machen vieles einfacher“, sagt der Bürgermeister der Wedemark, Tjark Bartels (SPD). Beispielsweise entfiele das schwere Heben der mit bis zu zehn Kilo gefüllten Restmüllsäcke für die Müllwerker. Daher könnte er sich eine Umstellung auf Tonnen im Umland gut vorstellen. Dabei dürfe aber die Gerechtigkeit nicht aus den Augen verloren werden. Denn das Sacksystem habe einen klaren Vorteil: „Wer wenig Müll macht, muss auch weniger Säcke kaufen.“

Überwiegend sind die Bürgermeister der Umlandkommunen allerdings für die Beibehaltung der Sackmüllabfuhr. Aber es gebe Bewegung, meint die Geschäftsführerin der Abfallentsorgungsgesellschaft aha, Cornelia Hülter. 

„Ich habe hier in Seelze noch keinen gehört, der die Tonne will“, berichtete beispielsweise der Seelzer Bürgermeister Detlef Schallhorn (parteilos). Ähnlich sieht es der Sehnder Bürgermeister Carl Jürgen Lehrke (CDU): „Die Häuslebauer haben sich auf den Sack eingestellt.“ Auch der Ronnenburger Bürgermeister Wolfgang Walter (SPD) und sein Burgwedeler Amtskollege Hendrik Hoppenstedt (CDU) sprechen sich gegen die Einführung der Tonne aus. Die Kämmerin von Hemmingen, Bärbel Thomas, befürchtet sogar Proteste, sollte die Tonne kommen.

Ein Teil der Bürgermeister legt sich nicht fest, sondern dringt auf eine Lösung für die gesamte Region. Dazu gehören Arpad Bogya (CDU) aus Isernhagen, er will dadurch den technischen und finanziellen Aufwand verringern. Die Lehrter Bürgermeisterin Jutta Voß (SPD) kann sich unterschiedliche Systeme in unterschiedlichen Siedlungsstrukturen vorstellen. Und der Springer Bürgermeister Jörg-Roger Hische (CDU) vermisst eine klare Ansage der Verantwortlichen in der Region zu Sack oder Tonne. „Und dann ist es so, wie es ist“, sagte er.

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