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Aus der Stadt Ende einer langen Reise
Hannover Aus der Stadt Ende einer langen Reise
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08:45 17.07.2013
Von Bernd Haase
Tot – aber eine Sensation: Ein großer Lachs in der Leine an der Döhrener Wolle. Quelle: Michael Wallmüller
Hannover

Hobbyangler Lutz Stache hat den Lachs am Dienstag am Leinewehr an der Döhrener Wolle entdeckt. „Wir hoffen, dass er noch gelaicht hat“, sagt Heinz Pyka, Vorsitzender vom Fischereiverein Hannover.

Entlang der Leine werden seit der Jahrtausendwende Jahr für Jahr 50.000 Smolts (Babylachse) ausgesetzt. Die schwimmen flussabwärts in die See, treiben sich zwei bis drei Jahre vor Grönland herum und kommen dann zurück in ihr Geburtsgewässer, um sich erst der Artvermehrung zu widmen und dann zu sterben - jedenfalls in der Theorie. In der Praxis ist der Lachs von Döhren einer der ganz wenigen dieser Größe, die bisher den Weg zurück in den Oberlauf des Flusses geschafft haben.

Zu schaffen macht den Fischen der Ausbau der Flüsse. So musste der Lachs sich, vermutlich mit Unterstützung des Hochwassers, auf dem Weg durch Weser und Aller in die Leine durch den Seehafen Bremerhaven, die Stadt Bremen und über viele Wehre und Staustufen quälen - um in Döhren in den Seitenarm des Flusses zu schwimmen und am Wehr nicht weiterzukönnen. „Wenn so etwas passiert, kehren die Fische nicht um, sondern bleiben stehen, bis sie sterben“, sagt Pyka.

Die Fischer sehen in dem Fund einen weiteren Beleg dafür, dass Wanderfische in der Leine wieder heimisch werden können, wenn ihnen der Mensch ermöglicht, Hindernisse zu passieren, statt neue einzubauen. Sie wehren sich deshalb vehement gegen den Bau des Wasserkraftwerks an der Döhrener Wolle, für den derzeit Gutachten auch in naturschutzfachlicher Hinsicht geschrieben werden. Auch für das Surfprojekt Leinewelle vor dem Landtag in der City haben sie einen anderen Vorschlag. „Für dasselbe Geld könnte man dort eine begehbare Fischtreppe bauen“, sagt Pyka - eine Anlage also, die es Lachsen ermöglicht, die Stelle ohne Schaden zu passieren, und bei der Menschen auf der anderen Seite in einem Raum mit Glasscheiben Einblicke in die Unterwasserwelt eines Flusses erhalten.

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