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Aus der Stadt Hunderte kommen zur Gedenkstunde in Hannover
Hannover Aus der Stadt Hunderte kommen zur Gedenkstunde in Hannover
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22:11 14.11.2015
Von Conrad von Meding
Hunderte trauern in Hannover um die Opfer von Paris. Quelle: von Meding
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Hannover

"Es ist ein tragischer Akt der Barbarei", sagte Hannovers französischer Honorarkonsul, Nord/LB-Vorstand Eckhard Forst. Laure Dréano-Meyer von der Antenne Métropole, die die Mahnwache federführend organisiert hatte, sagte: "Der Charlie-Hebdo-Anschlag ging gegen die Meinungsfreiheit, dieses Attentat geht gegen alles öffentliche Leben." Niemand könne eine Welt wollen, in der man an einem Freitag Abend nicht mehr ohne Angst ins Café oder Konzert gehen könne.

Mehr als 200 Menschen gedachten auf dem Opernplatz in Hannover der Opfer der Terroranschläge von Paris. 

Auch Oberbügermeister Stefan Schostok war zur Gedenkveranstaltung gekommen. "Wir fühlen mit den Franzosen in Paris, in ganz Frankreich und in Hannover", sagte er. Zu der Mahnwache hatten auch der Verein Carrefour Hannover und die Deutsch-Französische Gesellschaft aufgerufen. Carrefour-Präsidentin Amandine Tripler und DFG-Vorsitzende Jürgen Grabowski zeigten sich erschüttert. Grabowski hatte Schilder mit der Aufschrift "Je suis Paris" (Ich bin Paris) mitgebracht, anknüpfend and die "Je suis Charlie"-Slogans vom Januar. Viele Besucher der Mahnwache lagen sich in den Armen, Fassungslosigkeit und Trauer herrschten vor. Die Warteschlange von Trauernden, die sich ins Kondolenzbuch eintragen wollten, war auch nach einer Stunde nicht zu Ende.

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Hannovers Bürgermeister Thomas Hermann sagte bereits vor der Mahnwache: "Es fällt schwer, heute an etwas anderes zu denken. Ärgerlich ist, dass solche Vorgänge Wasser auf die Mühlen derjenigen geben, die Integration und Zusammenleben stoppen wollen. Wir müssen umso mehr zeigen, dass wir eine weltoffene Stadt sind."

Rüdiger Ahlers, Activity-Manager der Lions Hannover-Calenberg, sagte: "Wir dürfen dem Terror keinen Raum lassen." Die Lions hatten zuvor für die Spendenaktion HAZ-Weihnachtshilfe Suppe ausgeschenkt. 2014 hatten sie diese Aktion wegen einer fremdenfeindlichen Hogesa-Demonstration in der Innenstadt absagen müssen.

Friedensgebet in der Marktkirche am Sonntag

Am Sonntag wird es in der Marktkirche im 10-Uhr-Friedensgottesdienst ein stilles Gedenken geben.  Die Predigt hält Pastor Lutz Krügener, der Beauftragte für Friedensfragen im Haus kirchlicher Dienste. „Das Thema des Gottesdienstes ist Frieden, der Schutz des Lebens, der Umgang mit Grenzerfahrungen“, sagt Kreisel-Liebermann. Am Abend um 18 Uhr ist dann ein interreligiöses Friedensgebet in der Marktkirche geplant.

med

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