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Aus der Stadt Trecker-Show am Tag, Party in der Nacht
Hannover Aus der Stadt Trecker-Show am Tag, Party in der Nacht
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21:17 02.11.2015
Messebesucher drängen sich am Sonntag (13.11.2011) auf der Landtechnik-Messe Agritechnica in Hannover durch die Gänge in den Hallen. Die Messe der Landtechnikbranche findet vom 13. bis 19. November 2011 in Hannover statt. Foto: Peter Steffen dpa/lni +++(c) dpa - Bildfunk+++ Quelle: Peter Steffen
Hannover

Ob selbstfahrende Traktoren, digital gesteuerter Pflanzenanbau oder computergestützte Melkstände - die Agritechnica ist für die Landwirte die wichtigste Informationsbörse über die Trends von morgen.

So erwartet der Veranstalter, die Deutsche Landwirtschafts-Gesellschaft (DLG), mehr als 400.000 Besucher vom 10. bis 14. November auf dem Messegelände. Spürbar voller in der Stadt wird es allerdings bereits am Sonntag und Montag, 8. und 9. November, zu den sogenannten Exklusivtagen für Händler und Medienvertreter. Den Hoteliers und Gastronomen in der Stadt beschert die Agritechnica ausgebuchte Häuser.

„Die Hotels in Hannover und der Region sind vor allem von Sonntag bis Mittwoch fast restlos ausgebucht“, sagt Benjamin Wirtz, Leiter der Zimmervermittlung der Marketing- und Tourismusgesellschaft (HMTG). Der Durchschnittspreis für ein Hotelzimmer erreiche dabei 180 bis 220 Euro. Sogar in Braunschweig, Kassel und dem Harz quartieren sich die Landwirte ein. Der Radius sei so groß, weil auf der ICE-Strecke Richtung Hannover der zusätzliche Halt an der Messe eingeplant werde, so Wirtz.

Wer kein Hotelzimmer bekommt, sucht sich eine Privatunterkunft und bezieht ein Zimmer der sogenannten Messemuttis. Hier seien noch einzelne frei, schätzt Zimmervermittler Wirtz.

Stichproben in hannoverschen Hotels zeigen: Schon jetzt ist alles ausgebucht. Seit etwa drei Monaten ist im Designhotel Wienecke XI an der Hildesheimer Straße kein Zimmer mehr zu bekommen. „Wir sind sogar schon überbucht“, erzählt ein Mitarbeiter. Während der Messewoche werden in Bar und Restaurant mehr Mitarbeiter eingeteilt, außerdem ist das Hotelrestaurant für die späten Rückkehrer eine Stunde länger geöffnet.

Bevor das Maritim Grand Hotel zum Ende des Jahres seine Pforten schließt und vor dem großen Umbau zunächst Flüchtlingen ein Dach über dem Kopf bieten soll, wird es auch hier zur Agritechnica noch einmal voll. Seit Monaten bucht Empfangsdirektorin Martina Liepke große Gruppen in ihr System ein. „Bis Mittwoch sind wir ausgebucht, danach flacht es ein bisschen ab“, erläutert sie.

Im Courtyard Hotel am Maschsee sind bereits seit zwei Jahren einige Zimmer für die Agritechnica 2015 reserviert. „Stammkunden buchen schon zum Ende der Messe für die nächste Messe“, erzählt Geschäftsführer Johannes Hennigfeld.

Nicht nur in Hotels heißt es „nach der Messe ist vor der Messe“. Viele Gastronomen in Hannover rechnen fest mit gutgelaunten Landwirten und Agrarexperten, die gern feiern. „Die ersten Reservierungen sind schon nach der letzten Agritechnica im Jahr 2013 eingetroffen“, sagt Hannes Aulich, der zusammen mit Bruder Philipp das Brauhaus Ernst August führt.

In der nächsten Woche sei von Reservierungen für sechs bis 100 Gäste jeden Abend „alles dabei“. Kein Wunder also, dass die komplette Belegschaft im Einsatz sein wird. Den Gästen werden deftige Zwei- bis Drei-Gänge-Menüs serviert: Haxe, Leberkäse, Vesperteller. „Die Messebesucher lieben gute bodenständige Küche“, weiß der Chef. Auch bei der Livemusik gibt es ein Sonderprogramm: Während der Messe sorgen jeden Abend DJs und Bands für ein unterhaltsame Abendstunden.

Ein volles Haus erwartet auch Sükrü Bingöl, Chef des Paulaner am Thielenplatz. „Die Agritechnica ist eine der wichtigsten Messen im Jahr.“ Zahlreiche Gruppenreservierungen von bis zu 50 Personen pro Abend machen ihn „sehr zufrieden“. Sein Geschäftsgeheimnis? „Es muss das Bier sein, davon haben wir reichlich.“

Messeschnellweg wird zur Einbahnstraße

Anreise zur Agritechnica: Zur Landwirtschaftsmesse verwandelt die Verkehrsmanagementzentrale den Messeschnellweg morgens und abends wieder in eine Einbahnstraße. Vom Dienstag, 10. November, bis Sonnabend, 14. November, greifen auf der Strecke die von früheren Messen bekannte Maßnahmen A (Anfahrt) und R (Rückfahrt). An den genannten Messetagen wird für die Besucher morgens zwischen etwa 7.15 und 11 Uhr aus Richtung Norden (A?7) und Westen (A?2) der Schnellweg ab der Anschlussstelle Weidetor zur vier- bis sechsspurigen Nutzung freigegeben. Anreisende Autos und Busse können dann bis zum Messegelände auch die Gegenfahrbahnen nutzen.

Maßnahme R: Abends, zwischen etwa 17.15 Und 20 Uhr, greift auf der Strecke das Konzept der Maßnahme R. Anders als in den Jahren zuvor, gilt die Einbahnstraßenregelung aber nicht von der Messeabfahrt Nord bis zum Weidetorkreisel, sondern bis zum Autobahndreieck Hannover-Buchholz. Am letzten Tag der Agritechnica, am 14. November, wollen die Verkehrslenker vollkommen auf die Maßnahme R verzichten.

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