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Aus der Stadt UPS und Gewerkschaft nähern sich an
Hannover Aus der Stadt UPS und Gewerkschaft nähern sich an
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06:18 16.03.2015
Von Bernd Haase
Die Gewerkschaft sieht eine positive Entwicklung beim Paketdienstleister UPS.
Die Gewerkschaft sieht eine positive Entwicklung beim Paketdienstleister UPS. Quelle: dpa (Symbolbild)
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Hannover

Weil in der Filiale in Langenhagen mit 700 Mitarbeitern Teilzeit- in Vollzeitstellen umgewandelt wurden, hofft Verdi-Sekretär Christoph Feldmann auf eine Signalwirkung und auf ein Ende arbeitsrechtlicher Auseinandersetzungen.

In Langenhagen arbeiten knapp 500 Mitarbeiter in der Be- und Entladung der Paketfahrzeuge. „Bisher sind dort ausschließlich Teilzeitjobs angeboten worden“, sagt Feldmann. Da aber genug Arbeit vorhanden sei, habe man diese durch Überstunden aufgestockt. Die Gewerkschaft sah darin einen Verstoß gegen das Teilzeit- und Befristungsgesetz, was UPS stets bestritten hatte.

Jetzt sind bei 70 Stellen die Stundenzahlen erhöht worden, bei 25 sogar auf Vollzeit, teilt Verdi mit. Prozentual gesehen ist das eher gering, aber Feldmann sieht darin erste Anzeichen, dass das Arbeitszeitsystem bei UPS umgestellt wird. Seinen Angaben zufolge ließen sich in Langenhagen gemessen am Arbeitsaufkommen 330 Vollzeitjobs einrichten. UPS betont, stets rechtskonform zu handeln. Außerdem verweist der Konzern auf die hohe Verweildauer der Arbeitnehmer in Teilzeit im Unternehmen. Diese liege bei sechs Jahren und zeige, dass in der Belegschaft Zufriedenheit herrsche.

Gestritten hatten sich die Gewerkschaft und das Unternehmen auch um die Rechtmäßigkeit einer Betriebswahl vor gut einem Jahr. Dieses Verfahren läuft noch; Gutachter der Leibniz-Universität sollen dazu eine Expertise verfassen.

16.03.2015
Bernd Haase 16.03.2015
Bernd Haase 18.03.2015