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Aus der Stadt Ex-Vorstand Lindenberg fliegt jetzt doch raus
Hannover Aus der Stadt Ex-Vorstand Lindenberg fliegt jetzt doch raus
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00:53 04.03.2018
Der frühere Üstra-Vorstand Wilhelm Lindenberg.
Der frühere Üstra-Vorstand Wilhelm Lindenberg. Quelle: Dröse (Archiv)
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Hannover

 Der Aufsichtsrat der Üstra hat am Donnerstag dem früheren Vorstand Wilhelm Lindenberg fristlos gekündigt. Damit revidierte das Kontrollgremium seine eigene Entscheidung vom Dezember. Damals hatte der Aufsichtsrat die eigentlich gegen Lindenberg bereits ausgesprochene fristlose Kündigung wieder zurückgenommen. Stattdessen wurde Lindenberg bis zu seinem Ruhestand Ende 2018 mit einem Gehalt von 200.000 Euro freigestellt.

Jetzt hatte sich die Lage verändert, weil ein ablehnender Förderbescheid der Landesnahverkehrsgesellschaft bei der Üstra eingetroffen war. Dadurch ist dem Verkehrsunternehmen ein Schaden von 1,85 Millionen Euro entstanden. Das habe zu der Neubewertung geführt. Die Üstra hatte elf Hybridbusse bestellt, obwohl es keine Förderzusage der Landesnahverkehrsgesellschaft gegeben hatte. Das ist ein Verstoß gegen die Regeln. Für den Fehler macht der Aufsichtsrat den Vorstand verantwortlich.

Der Aufsichtsrat bekräftige in seiner Sondersitzung die bereits Anfang Dezember ausgesprochene fristlose Kündigung für Vorstandschef André Neiß. Die Üstra prüft jetzt wegen des fehlenden Fördergelds Schadensersatzansprüche gegen Neiß und Lindenberg.  

Von Mathias Klein