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Aus der Stadt Üstra lässt 
unsichere Lautsprecher austauschen
Hannover Aus der Stadt Üstra lässt 
unsichere Lautsprecher austauschen
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19:34 15.04.2015
Von Tobias Morchner
Foto: Am Hochbahnsteig Freudenthalstraße gibt es bis auf Weiteres keine Durchsagen. Die Üstra hat die Lautsprecher aus Sicherheitsgründen abgebaut.
Am Hochbahnsteig Freudenthalstraße gibt es bis auf Weiteres keine Durchsagen. Die Üstra hat die Lautsprecher aus Sicherheitsgründen abgebaut. Quelle: Treblin (Archiv)
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„Vorsorglich haben wir auch die übrigen, baugleichen Lautsprecher ebenfalls entfernen lassen“, sagt Üstra-Sprecher Udo Iwannek. Eine Gefahr für die Fahrgäste habe nicht bestanden.

Die elektronischen Anlagen waren nach HAZ-Informationen ab dem Jahr 2010 von Siemens für die Üstra an den Haltestellen installiert worden. Laut Auftrag sollten sie einer bestimmten Sicherheitsklasse entsprechen. Bei der Reparatur einer der Lautsprecher hatte die Üstra nun festgestellt, dass die Anlagen diese Sicherheitsnormen nicht aufwiesen. „Wir werden Druck auf den Hersteller ausüben, dass die Anlagen so schnell wie möglich durch Lautsprecher mit der aktuellen Sicherheitsklasse ausgetauscht werden“, sagt Iwannek.

Wann der Schaden behoben sein wird, ist noch unklar. Außerdem will sich die Üstra die Arbeiten von Siemens erstatten lassen. „Wir gehen davon aus, dass uns für die Nachbesserung der Geräte keine Kosten entstehen“, sagt der Sprecher des Verkehrsbetriebes.

Die Üstra bittet alle Fahrgäste um Verständnis für die Unannehmlichkeiten. „Das ist insbesondere für unsere sehbehinderten Kunden eine äußerst missliche Lage“, sagt Udo Iwannek.

Derzeit sind folgende Haltestellen ohne Lautsprecher: Hainhölzer Markt, Leibniz Universität, Schneiderberg, Appelstraße, Schwarzer Bär, Freudenthalstraße, Stöckener Markt, Saarbrückener Straße, Kafkastraße, Am Forstkamp und die Haltestelle Misburg. Die schriftlich eingeblendeten Informationen über die Ankunft der Stadtbahnen an den betroffenen Haltestellen sind dagegen intakt.     

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