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Aus der Stadt Üstra rechnet mit Millionen-Defizit
Hannover Aus der Stadt Üstra rechnet mit Millionen-Defizit
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00:26 01.03.2015
Von Bernd Haase
Wegen wachsender Personalkosten und höheren Diesel-Preisen rechnet die Üstra 2015 mit einem Defizit von rund 27 Millionen Euro. Quelle: Archiv
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Hannover

Wegen wachsender Personalkosten und höheren Dieselpreisen rechnet die Üstra 2015 mit einem Defizit von rund 27 Millionen Euro. Das sind 8 Millionen Euro mehr als 2014. Gleichzeitig investiert das Verkehrsunternehmen die Rekordsumme von 123,8 Millionen Euro, wobei der Löwenanteil auf neue Stadtbahnen und Busse entfällt. Dabei helfen Zuschüsse der öffentlichen Hand, die etwa die Hälfte der Gesamtsumme ausmachen.

Für das steigende Minus macht der Vorstandsvorsitzende André Neiß mehrere Faktoren verantwortlich. So wachsen die Personalkosten, weil die Mitarbeiter mehr verdienen und wegen der Stadtbahnverlängerung nach Misburg zusätzliche Fahrer eingestellt werden mussten. Von erwarteten steigenden Fahrgastzahlen profitiert die Üstra nur bedingt, weil andere Unternehmen im Großraumverkehr Hannover noch höhere Raten verbuchen und deshalb einen größeren Anteil an den Gesamterlösen beanspruchen dürfen. Während die Ausgaben für Fahrstrom für die Stadtbahnen dank eines langfristig laufenden Liefervertrages mit den Stadtwerken konstant bleiben, rechnet die Üstra mit steigenden Kosten für Diesel.

Als besondere Aufgabe für die nächsten Jahre nannte Neiß die Gewinnung von qualifiziertem Personal. Bis 2022 werden 650 Mitarbeiter und damit gut ein Drittel der Belegschaft aus Altersgründen ausscheiden. „Wir werden verstärkt ausbilden und überlegen, auch in duale Studiengänge zu investieren.“ Helfen würde es, wenn die Üstra ihre Frauenquote anheben könnte. Sie liegt bei knapp 16 Prozent. „Bis 2022 streben wir 22 Prozent an, wären aber auch nicht traurig, wenn wir das übertreffen könnten“, sagt Neiß.

Jagau nicht mehr im Aufsichtsrat: Regionspräsident Hauke Jagau will seinen Sitz im Aufsichtsrat im Sommer an Verkehrsdezernent Ulf-Birger Franz abgeben. Mit der Übernahme des Aufsichtsratsvorsitzes beim Klinikum habe sich für ihn ein neuer Arbeitsschwerpunkt ergeben, sagt Jagau.

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