Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Aus der Stadt Üstra zieht wegen versagter Ausschreibung vor Gericht
Hannover Aus der Stadt Üstra zieht wegen versagter Ausschreibung vor Gericht
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
23:04 21.09.2010
Ausschreibung für neue Stadtbahnen nicht genhemigt: Die Üstra legt Beschwerde gegen den Beschluss der Vergabekammer ein.
Ausschreibung für neue Stadtbahnen nicht genhemigt: Die Üstra legt Beschwerde gegen den Beschluss der Vergabekammer ein. Quelle: Nancy Heusel
Anzeige

Weil die Üstra den Auftrag für 50 neue Stadtbahnen im Wert von 130 Millionen Euro vorerst nicht so erteilen kann wie gewünscht, zieht sie vor Gericht. „Die Geschäftsführung hat sich entschlossen, gegen den Beschluss der Vergabekammer Beschwerde einzulegen“, teilte Üstra-Sprecher Udo Iwannek gestern mit. „Wir sind davon überzeugt, dass wir ein ordnungsgemäßes Vergabeverfahren durchgeführt haben“, sagte der Sprecher.

Das hatte vor rund zwei Wochen die Lüneburger Vergabekammer anders gesehen. Sie hatte entschieden, dass die Millionenausschreibung gegen das Transparenzgebot verstoßen habe. Einer der beiden unterlegenen Kontrahenten um den Millionenauftrag hatte bei der Vergabekammer Einspruch eingelegt.

Iwannek rechnet mit einer Entscheidung der Celler Richter innerhalb von drei Monaten. „Wir versprechen uns davon Rechtssicherheit“, sagte er. Die andere Möglichkeit, die Endrunde der Vergabe zu wiederholen, berge die Gefahr, dass erneut ein unterlegener Bewerber gegen die Entscheidung zu Felde ziehen könnte. Auf jeden Fall aber wird sich die Auslieferung der ersten neuen Stadtbahnen vom Typ TW 3000 vom Jahr 2012 auf das Jahr 2013 verschieben.

Die neuen Stadtbahnen sollen die grünen Züge ersetzen, die nach 30 Jahren nach und nach ausgemustert werden sollen.

Mathias Klein