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Aus der Stadt Ultimatum an Thor-Steinar-Laden
Hannover Aus der Stadt Ultimatum an Thor-Steinar-Laden
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00:15 25.09.2013
Von Christian Link
Der umstrittene Modeladen „Tønsberg“ in der List hat nun auch Ärger mit der Hausverwaltung. Quelle: Link
Hannover

Für den Modeladen „Tønsberg“ in der Podbielskistraße wird die Luft immer dünner. Am vergangenen Sonnabend haben 500 Bürger aus allen Schichten der Gesellschaft gezeigt, dass sie einen Laden, der die umstrittene Marke „Thor Steinar“ in Hannover anbietet, nicht dulden wollen. Auch die Hausverwaltung macht Druck: In einem Schreiben an den Eigentümer des betreffenden Ladenlokals, das der HAZ vorliegt, stellt das Unternehmen mehrere Forderungen an den „Tønsberg“-Vermieter.

500 Demonstranten trafen sich im September zu einem Protest gegen den Thor-Steinar-Laden in der Podbielskistraße. Die Polizei setzte bei Auseinandersetzungen mit den Protestlern Reizgas ein.

Dieser soll mehrere bauliche Änderungen am Haus bis zum 30. September wieder entfernen. Außerdem zweifelt die Wohnungs-Verkehrs-Wacht die Gültigkeit des Mietverhältnisses an. Das Unternehmen verwaltet das Gebäude Podbielskistraße 159 und 159A, das sich im Besitz mehrere Eigentümer befindet. Das Ladenlokal im Erdgeschoss wurde von einer Firma aus Eichwalde bei Berlin an „Tønsberg“ vermietet. Der Laden verkauft das in der rechten Szene bevorzugte Modelabel „Thor Steinar“.

In ihrem Schreiben bezieht sich die Hausverwaltung auf die Teilungserklärung für das Gebäude, in der die Rechte der Eigentümer, Mietparteien und des Hausverwalters geregelt sind. Nach Ansicht der Hausverwaltung hat „Tønsberg“ mehrere unerlaubte bauliche Veränderungen am Haus vorgenommen. Als solche wertet die Hausverwaltung die Hartplastikscheiben vor den Fenstern sowie die Leuchte mit Bewegungsmelder über dem Ladeneingang. Außerdem hätte die Reklame von der Hausverwaltung genehmigt werden müssen. Überhaupt hätte sie bei der Auswahl des Mieters angehört werden müssen, schreibt die Wohnungs-Verkehrs-Wacht. Laut Teilungserklärung dürfe der Verwalter nämlich einen Mieter ablehnen, „wenn berechtigte Zweifel bestehen, dass der Mieter sich nicht in die Hausgemeinschaft einfügen wird.“

Als Beleg dafür nimmt die Hausverwaltung unter anderem den andauernden Protest gegen den „Thor-Steinar“-Laden. Zuletzt war ein bunter Demonstrationszug am Sonnabend vom Lister Platz vor die „Tønsberg“-Filiale gezogen. Die dreistündige Demonstration verlief bis auf einen Zwischenfall friedlich: Demonstranten aus dem linken Lager wollten eine Absperrung vor dem Laden durchbrechen. Die Polizei setzte Pfefferspray ein. Festnahmen gab es nicht.

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Zur Demonstration gegen das kürzlich eröffnete Thor-Steinar-Bekleidungsgeschäft sind am Sonnabend 500 Menschen zusammengekommen. Vor der Filiale in der Podbielskistraße kam es zu Auseinandersetzungen zwischen der Polizei und den Protestierenden. Gegen 13.30 Uhr löste sich der Protest auf.

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