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Aus der Stadt Wird Hannover „City of Music“?
Hannover Aus der Stadt Wird Hannover „City of Music“?
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00:20 30.11.2014
Von Simon Benne
Das Masala-Festival gehört zu Hannover wie die Fête de la Musique oder die NDR-Musiktage. Quelle: Christian Behrens (Archiv)
Hannover

Es geht nicht um Geld. Es geht um Strahlkraft. Wobei Strahlkraft in der Kulturbranche ja oft mit Geld zu tun hat. In den kommenden Tagen fällt die Unesco in Paris die Entscheidung, ob Hannover sich künftig mit dem Titel „City of Music“ schmücken darf. Etliche Musiker in der Stadt erhoffen sich viel von dem undotierten, aber prestigeträchtigen Prädikat: „Der Titel lenkt internationale Aufmerksamkeit auf Hannovers sehr aktive Musikszene“, sagt der Sänger Heinz Rudolf Kunze: „Es ist längst fällig, dass Hannover aus dem übermächtigen Schatten Hamburgs heraustritt.“

Vor drei Jahren hatten einige Enthusiasten die Bewerbung Hannovers auf den Weg gebracht; unter anderem unterstützten so unterschiedliche Musiker wie die Scorpions und Bariton Thomas Quasthoff das Vorhaben. „Der Titel wäre ein Alleinstellungsmerkmal fürs Stadtmarketing“, sagt Konzertveranstalter Wolfgang Besemer von Hannover Concerts. Als „City of Music“ firmieren bisher Sevilla, Bologna, Bogota, Gent und Glasgow. Mit diesen Städten, glaubt Besemer, ließe sich ein kulturelles Netzwerk knüpfen. Auch die Weltklasseklarinettistin Sharon Kam, die seit Jahren in Hannover lebt, hielte den Titel für verdient: „Die Stadt hat eine Musiktradition, auf die andere Städte neidisch sein können“, sagt sie: Der Titel würde Hannovers Musikern zu Aufmerksamkeit verhelfen.

Hannovers Musikszene ist selbstbewusst geworden – und sie will Anerkennung. Zehn gute Gründe dafür, warum die Stadt den Titel verdient hätte:

Die Unesco hat entschieden: Hannover ist „City of Music“. Zehn Gründe, die Hannover als Musikstadt auszeichnen.

Hannovers Konkurrenz

Nur eine deutsche Stadt schafft in diesem Jahr den Sprung in das Unesco-Netzwerk der kreativen Städte – doch es gibt fünf Bewerber.

Neben Hannover will auch Mannheim „City of Music“ werden. Die Stadt, Sitz der Pop-Akademie Baden-Württemberg, verweist auf die Tradition der „Mannheimer Schule“, einen Musikerkreis aus dem 18. Jahrhundert. Außerdem hat sie Stars wie Joy Fleming, Laith Al-Deen und Xavier Naidoo hervorgebracht.

Als „Stadt der Literatur“ bewirbt sich Heidelberg darum, „Creative City“ zu werden. Ferner will Weimar „Stadt der Medienkunst“ werden, und Essen möchte den Titel „Stadt des Designs“ haben.

Mit einem Protestzug in der Nordstadt wollen Linksautonome am Freitagabend gegen Angriffe von Hooligans demonstrieren. Hintergrund sind angebliche gewaltsamen Übergriffe von Hooligans aus dem 96-Umfeld. Start der Demo ist um 18 Uhr am Klagesmarkt.

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