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Aus der Stadt Unfallzahlen auf der A2 bei Hannover steigen wieder
Hannover Aus der Stadt Unfallzahlen auf der A2 bei Hannover steigen wieder
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10:02 16.03.2011
Von Tobias Morchner
Im Juli 2010 starben bei diesem Unfall auf der A 2 bei Lehrte zwei Menschen. Drei weitere wurden zum Teil schwer verletzt.
Im Juli 2010 starben bei diesem Unfall auf der A 2 bei Lehrte zwei Menschen. Drei weitere wurden zum Teil schwer verletzt. Quelle: Tim Schaarschmidt
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Zugenommen hat auch die Anzahl der dabei verletzten Personen – um genau 8,2 Prozent. Knut Lindenau, der Leiter des Verkehrs- und Einsatzdezernats, bewertete die Zahlen als „Entwicklung, die problematisch werden könnte“. Er führte die Steigerungen vor allem auf die Zunahme des Schwerlastverkehrs nach dem Ende der Wirtschaftskrise zurück. Damit ist die Ost-West-Verbindung wieder zum Sorgenkind der Verkehrsexperten der Polizei geworden, denn in den vergangenen Jahren waren die Unfallzahlen auf dieser Strecke erfreulich rückläufig. Im Jahr 2010 ereigneten sich jedoch 69 Prozent aller Autobahnunfälle im Zuständigkeitsbereich der Polizei Hannover auf der A 2. Lastwagen waren überproportional, mit 50,6 Prozent, an Unfällen zwischen Hämelerwald und der Landesgrenze zu Nordrhein Westfalen beteiligt, obwohl diese Fahrzeuge nur rund 29 Prozent der Gesamtverkehrsmenge stellen.

Zwar hatte die Autobahnpolizei bereits 2010 versucht, die Unfallhäufigkeit zu senken, und deshalb ihre mobilen Geschwindigkeits- und Abstandskontrollen auf der Autobahn 2 drastisch verstärkt. Doch obwohl allein die vier Videoüberwachungsfahrzeuge 621-Mal zum Einsatz kamen, konnte der Anstieg der Unfallzahlen nicht verhindert werden. Dezernatsleiter Lindenau forderte deshalb die zusätzliche Installation von stationären Geschwindigkeitsmessgeräten. „Erst die Kombination mit einer kontinuierlichen Überwachung lässt eine weitere Steigerung der Verkehrssicherheit erwarten“, sagte der Beamte. Für die Anschaffung stationärer Messgeräte sind allerdings die Kommunen zuständig. Die Stadt Garbsen hat inzwischen angekündigt, eine stationäre Geschwindigkeitsüberwachungsanlage im Jahr 2012 auf der Autobahn anzubringen. In Hannover und Lehrte laufen derweil noch die Planungen.

Der übrige Teil des Verkehrssicherheitsberichts 2010 der Polizei fällt positiv aus. So ereigneten sich in der Landeshauptstadt und der Region 14,5 Prozent weniger Verkehrsunfälle mit Verletzten. Auch die Zahl der Verkehrstoten hat mit 43 den niedrigsten Stand seit der Einführung der Unfallstatistik in Niedersachsen vor rund 60 Jahren erreicht. Allein in den vergangenen zehn Jahren hat sich diese Zahl mehr als halbiert. Allerdings sind unter den Todesopfern drei Kinder sowie fünf junge Erwachsene im Alter zwischen 18 und 24. Als Unfallschwerpunkte im Stadtgebiet hat die Polizei unter anderem den Deisterplatz, die Kreuzung Hamburger Allee/Arndtstraße, den Klagesmarktkreisel und die Anschlussstelle Limmerstraße am Westschnellweg ausgemacht. Als häufigste Unfallursachen gelten den Analysen der Polizei zufolge überhöhte Geschwindigkeit, Missachtung der Vorfahrt und Nichteinhaltung des Sicherheitsabstandes. Aus diesem Grund kündigte Lindenau an, dass sich die Autofahrer, aber auch die Radfahrer und die Fußgänger auch in diesem Jahr auf verstärkte Polizeikontrollen einstellen müssen.

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