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Aus der Stadt Baustart im königlichen Pferdestall
Hannover Aus der Stadt Baustart im königlichen Pferdestall
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00:15 26.02.2017
Von Conrad von Meding
Altes Gemäuer, frisches Geld: Noble Runde im Pferdestall. Von links: Petra-Kristin Bonitz (künftig Chefin Lotto-Gesellschaft), Altpräsident Prof. Erich Barke, Martina Wolff (Baudenkmalstiftung), Herbert John (Lotto/Glücksspirale), Uni-Präsident Prof. Volker Epping, Barkes Mitarbeiterin Stefanie Beier und Bauhistoriker Sid Auffarth. Quelle: Conrad von Meding
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Das zuletzt arg heruntergekommene Backsteingebäude an der Ecke Schneiderberg/Appelstraße sei „nach der Sanierung der Nordstadt der letzte Schandfleck im Stadtteil“ gewesen, sagte Uni-Altpräsident Prof. Erich Barke am Donnerstag, „jetzt wird er für uns zu einer Luxusimmobilie.“ Wobei mit Luxus weniger die Ausstattung als vielmehr die Nutzung gemeint ist: Nicht für Forschung und Lehre, sondern für Universitäts-Kultur, als Treffpunkt und Konzertsaal soll der 1877 erbaute Pferdestall künftig dienen.

„Ohne Sponsoren funktioniert solch ein Projekt nicht“, sagte Uni-Präsident Prof. Volker Epping. Von den 4,9 Millionen Euro Gesamtkosten übernimmt das Land zwar 2,2 Millionen Euro als ohnehin notwendige Bauunterhaltung. Für den Rest aber geht sein Amtsvorgänger seit Jahren Klinkenputzen – mit Erfolg. 1,9 Millionen Euro sind überwiegend durch Privat- und Unternehmensspenden zusammengekommen.

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Donnerstagnachmittag gab es eine Ortsbesichtigung mit Vertretern mehrerer Institutionen. Sid Auffarth und Martina Wolff von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz übergaben symbolisch 150 000 Euro, Auffarth hob die architektonische und historische Bedeutung des als Funktionsgebäude errichteten Stalls hervor: "Es ist der letzte Rest der Kavalleriegeschichte an diesem Ort in Hannover." Herbert John von Lotto/Glücksspirale gab 150 000 Euro. Hans-Christian Biallas von der Klosterkammer sagte, dass man zwar selbst 850 Denkmale zu pflegen habe, trotzdem aber 100 000 Euro gebe – „wegen der unaufdringlichen, aber entschiedenen Bitten von Herrn Barke“. Ende 2018 sollen die Fassade und etwa die Hälfte des Inneren fertig sein, dabei auch der neue Kammermusiksaal. Barke betonte aber: Für den zweiten Bauabschnitt fehlen noch 800 000 Euro.

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