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Aus der Stadt Uni-Präsident verlangt Mathe-Nachhilfe
Hannover Aus der Stadt Uni-Präsident verlangt Mathe-Nachhilfe
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21:53 02.08.2012
Uni-Präsident Erich Barke fordert ein verpflichtendes Vorsemester für Naturwissenschaftsstudenten. Quelle: Archiv
Hannover

„Das Niveau, das viele Gymnasiasten an die Universität mitbringen, reicht nicht aus“, bemängelt Barke. Er fordert ein verpflichtendes Vorsemester – mit dem Ziel, die hohen Abbruchquoten in den technischen und naturwissenschaftlichen Fächern zu senken. Mit seiner Forderung steht Barke nicht allein da: Die TU9, der Zusammenschluss der neun führenden deutschen Technik-Universitäten, unterstützt den Vorstoß.

Die Defizite zeigten sich an den extrem hohen Durchfallquoten bei Klausuren, sagt Barke. So hätten beispielsweise bis zu 90 Prozent der Teilnehmer eine Elektrotechnik-Grundlagenklausur an der hannoverschen Uni nicht bestanden. Auch dreiwöchige Mathe-Intensivkurse, die die Uni Studienanfängern der MINT-Fächer vor dem Studium auf freiwilliger Basis anbiete, hätten nicht den gewünschten Erfolg gezeigt.

Die Diskussion über ein verpflichtendes Vorsemester vor allem für die Ingenieurwissenschaften werde innerhalb der TU9 intensiv geführt, sagt Jürgen Hesselbach, Präsident der Uni Braunschweig, die wie die Leibniz-Uni dazugehört.  Gegen Abbruchquoten von fast 50 Prozent in den Ingenieur- und knapp 40 Prozent in den Naturwissenschaften müsse etwas getan werden. Hesselbachs Hochschule hatte zunächst ein achtwöchiges freiwilliges Mathe-Angebot eingeführt, in dem der Stoff der ersten beiden Semester im Sommer vor dem Studienstart konzentriert vermittelt wird.

Über ein obligatorisches Vorsemester können die Hochschulen nicht allein entscheiden – zuständig sind die Wissenschaftsministerien der Länder. Im niedersächsischen Ministerium heißt es, für derartige Pflichtangebote gebe es derzeit keine Diskussionsgrundlage. Vor allem die Fachhochschulen setzten seit Jahren erfolgreich auf freiwillige Mathe-Kurse für Studienanfänger; dort stiegen die Bewerberzahlen spürbar.

Auch der Präsident der Hochschulrektorenkonferenz, Horst Hippler, hatte jüngst ein Vorsemester ins Gespräch gebrach. Einen eigenen Weg geht man in Baden-Württemberg: An den Unis Karlsruhe und Stuttgart gibt es ein „MINT-Kolleg“, die Kurse können studienvorbereitend oder -begleitend in den ersten zwei Semestern oder vor Studienbeginn als Gasthörer absolviert werden.

Der Philologenverband plädiert dafür, die schulischen Unterrichtsinhalte und die Anforderungen der Hochschulen im Fach Mathematik besser abzustimmen und Arbeitskreise zu institutionalisieren.

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