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Aus der Stadt Uni-Präsident wirbt bei Neujahrsempfang für Studiengebühren
Hannover Aus der Stadt Uni-Präsident wirbt bei Neujahrsempfang für Studiengebühren
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21:42 11.01.2013
Gemeinsam ins neue Jahr: Universitätspräsident Erich Barke (links) mit seinen Stellvertretern Elfriede Billmann-Mahecha, Günter Scholz und Klaus Hulek im Lichthof der Uni. Quelle: Kleinschmidt
Hannover

Die Universität gibt fast zwei Drittel ihrer jährlichen Gebühreneinnahmen von 14,5 Millionen Euro aus, um zusätzliche Mitarbeiter einzustellen, die die rund 22 000 Studenten unterrichten. Als Gast im Uni-Lichthof wurde auch Stephan Weil erwartet, der SPD-Spitzenkandidat für die Landtagswahl am 20. Januar – er war aber nicht erschienen. Weil hat angekündigt, dass er die Studiengebühren zum Wintersemester 2014/2015 abschaffen wird, sollte er die Wahl gewinnen. Barke betonte in seiner Rede, dass er sich mit seinem Plädoyer für die Gebühren an dieser Stelle bewusst zurückhalte, um sich nicht am Wahlkampf zu beteiligen. Er zeigte sich enttäuscht darüber, dass es zum Thema Studiengebühren keinen politischen Konsens gibt: „Stattdessen ist es bedauerlicherweise zum Wahlkampfthema geworden.“

Barke sprach sich erneut dafür aus, mehr Studenten mit Stipendien zu fördern. Nicht nur Leistungsstarke, sondern auch Bedürftige sollten davon profitieren. Das sogenannte Deutschlandstipendium, an dessen Finanzierung sich der Bund und mit den Hochschulen kooperierende Unternehmen beteiligen, sei ein Schritt in die richtige Richtung. Barke wünschte sich zudem mehr „privates Engagement“ für die Stipendien – und erneuerte seinen Aufruf an die Professoren der Leibniz-Uni, ins eigene Portemonnaie zu greifen.

Wohnheimplätze: Die Uni unterstütze den Appell des hannoverschen Studentenwerks nach mehr öffentlich gefördertem Wohnraum ausdrücklich, erklärte Barke. Um die unterdurchschnittlich schlechte Versorgungslage in Hannover zu verbessern, müssten schnellstmöglich die beiden geplanten neuen Studentenwohnheime in der Wilhelm-Busch-Straße und im Lodyweg gebaut werden.

Bauvorhaben: Mehr als 221 Millionen Euro sind für laufende und geplante Projekte der Uni veranschlagt, darunter die 90 Millionen Euro teure Erweiterung des Maschinenbau-Campus in Garbsen. Ein Umbaukonzept für die überdimensionierte Hauptmensa am Schneiderberg soll in diesem Jahr konkretisiert werden – noch ist die Finanzierung aber nicht gesichert.

Professorenstellen: Bei der Besoldung von Professoren sollen künftig stärker als bisher Leistungskriterien eine Rolle spielen. Zudem will die Uni einen Pool einrichten, in dem frei werdende Stellen bis zur Wiederbesetzung gesammelt werden. Ziel ist es, auf diese Weise über die jeweiligen Schwerpunkte der Lehrstühle neu entscheiden zu können.

Niedersächsische Technische Hochschule (NTH): Die Leitung des Verbundes der drei Unis Hannover, Braunschweig und Clausthal geht am 25. Januar offiziell an die Leibniz-Uni über. Barke sagte zu dem anfangs stark umstrittenen Projekt: „Die Befürchtungen haben sich nicht bewahrheitet, aber die Hoffnungen noch nicht erfüllt.“ Er werde sich als amtierender NTH-Präsident für eine Weiterentwicklung des Verbundes einsetzen.

Abwahl an der Hochschule Hannover: Ein Thema, das nicht auf Barkes Tagesordnung stand, kam auf dem gestrigen Uni-Empfang an den Stehtischen zur Sprache. Der Senat der Hochschule Hannover (früher Fachhochschule) hatte am Freitagvormittag das vierköpfige Präsidium unter Leitung von Prof. Rosemarie Kerkow-Weil nach langen Querelen abgewählt. Kerkow-Weil, die mit SPD-Spitzenkandidat Weil verheiratet ist, stand ebenso wie ihr Mann am Freitag auf der Gästeliste der Uni, war aber nicht erschienen.

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