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Aus der Stadt Uni zeichnet „Nobelpreisträger von morgen aus“
Hannover Aus der Stadt Uni zeichnet „Nobelpreisträger von morgen aus“
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00:15 22.03.2015
Von Saskia Döhner
Lauter Sieger: Schülerin Siefke Talea Elsner (zweite von li), Elke Peters (NiedersachsenMetall) und Uni-Vizepräsidentin Elfriede Billmann-Mahecha (r.).
Lauter Sieger: Schülerin Siefke Talea Elsner (zweite von li), Elke Peters (NiedersachsenMetall) und Uni-Vizepräsidentin Elfriede Billmann-Mahecha (r.). Quelle: Marta Krajinovi
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Wie funktioniert Licht? Warum haben Wetterballons eine dehnbare Hülle? Gibt es einen Zusammenhang zwischen Schneckenhäusern und Zahlenfolgen? Wie kann die Endkonfiguration eines Schlangenroboters berechnet werden? Das sind eigentlich nicht die Fragen, mit denen sich Teenager sonst ernsthaft und ausdauernd beschäftigen. Torge Rosendahl (13) und Jonas Wilkening (14) vom Gymnasium Lehrte aber schon. Vier Monate lang haben sie an ihren Antworten getüftelt. Am Ende hat es zum zweiten Preis in dem Norddeutschen Landeswettbewerb Club Apollo 13 der Leibniz-Universität gereicht. Unterstützt wird der naturwissenschaftliche Wettbewerb seit Jahren von der Stiftung Niedersachsen-Metall und vom Phaeno in Wolfsburg.

Die Sieger im naturwissenschaftlichen Wettbewerb Club Apollo 13 stehen fest. Gewonnen haben Schüler vom Gymnasium Neustadt.

Knapp 160 Schüler zwischen der neunten und dreizehnten Klasse haben an dem Wettbewerb teilgenommen, sogar ein Mädchenteam aus Augsburg war dabei. „Uns interessieren diese Fragen“, sagt Jonas. Und Torge ergänzt: „Wir haben alles allein gemacht, in unserer Freizeit, ohne Lehrer.“

Siefke Talea Elsner (14) fand die Aufgaben aus den Bereichen Physik, Mathematik, Meteorologie und Maschinenbau „ganz schön anspruchsvoll“. Aber nicht unlösbar. Sie hat mit ihren Mitstreitern vom Gymnasium Neustadt sogar den ersten Preis gewonnen. Stolz? „Oh, ja“, sagt sie, lächelt und stellt sich zum Preisträgerfoto auf der Freitreppe im Uni-Lichthof auf. Insgesamt wurden Donnerstagabend 20 Schülerteams ausgezeichnet.

Den dritten Platz erreichte die Gruppe Sinus Racing mit Jugendlichen von ganz unterschiedlichen Schulen aus der Region – unter anderem vom Gymnasium Mellendorf, der Integrierten Gesamtschule Garbsen, den Gymnasien Großburgwedel und Neustadt. „Die Nobelpreisträger von morgen“ nannte Projektleiterin Ina Fedrich die jungen Tüftler. Für Elke Peters von der Stiftung Niedersachsenmetall ist der Club Apollo 13 auch eine Chance, Nachwuchs für naturwissenschaftliche und technische Berufe zu werben, gerade Mädchen.

Dass komplizierte Materie wie Quantenphysik auch Unterhaltungsstoff sein kann, hatte zuvor der Wissenschaftler Rüdiger Scholz mit seinem Festvortrag gezeigt. Er erklärte, wie Augen und Ohren uns täuschen, wie Formen und Fehlendes ergänzt werden, obwohl sie gar nicht da sind, wie dreidimensionale Bilder im Gehirn entstehen und Weiß und Schwarz in Wirklichkeit grau sein können.

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