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Aus der Stadt Einbrecher verwüsten Grundschule in Misburg
Hannover Aus der Stadt Einbrecher verwüsten Grundschule in Misburg
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21:48 03.06.2013
Unbekannte haben am Wochenende die Grundschule Mühlenweg in Misburg verwüstet. Quelle: Elsner
Hannover

Einbrecher sind am Wochenende in die Grundschule Mühlenweg in Misburg eingedrungen und haben dort ein Chaos angerichtet. Auf ihrer Suche nach wertvollen Gegenständen verwüsteten sie etliche Räume, sodass der Unterricht für mehr als 350 Schüler am Montag komplett ausfallen musste. Die Höhe des Schadens wird noch ermittelt. Sie steht jedoch in keinem Verhältnis zur Beute, die die Einbrecher machten: Sie entkamen mit einigen Elektrogeräten und mehreren hundert Euro. Für Reparaturen am Gebäude und Ersatz der gestohlenen Geräte muss nun die Stadtkasse aufkommen.

Hausmeister Gerd Hillig hatte den Einbruch am Montagmorgen gegen 6.45 Uhr bemerkt. Als er in sein Dienstzimmer kam, fielen ihm sofort die durchwühlten Schubladen und Schränke auf. „Beim Rundgang durch die Schule habe ich dann festgestellt, dass überall Türen aufgebrochen wurden“, berichtet Hillig. Die Einbrecher hatten fast alle Räume im Erdgeschoss durchsucht – Klassenräume, Büros und Aufenthaltsräume. In den Zimmern hebelten die Täter sämtliche Schränke auf. Dabei erbeuteten sie unter anderem drei Laptops, zwei Beamer, zwei Computer und das amtliche Schulsiegel. In einem Flur drehten sie einen Wasserhahn auf und ließen das Wasser laufen. Erst Hausmeister Hillig drehte den Hahn gestern ab. Das Wasser versickerte im Kriechkeller unter der Schule, ohne größere Schäden anzurichten.

Außerdem brachen die Täter einen Tresor aus der Wand, den sie offenbar ungeöffnet mitnahmen. Darin befanden sich das Handgeld der Schulverwaltung sowie das Büchergeld von zwei Klassen für das kommende Schuljahr. Rund 300 Euro, schätzt Schulleiter Lothar Beer. „Die meisten Lehrerinnen hatten das Geld mit nach Hause genommen“, sagt er. Beer vermutet, dass es die Einbrecher vor allem auf das Büchergeld abgesehen hatten, von dem sie wohl über einen Elternbrief erfahren hatten.

Stadt ist nicht versichert

Heute findet der Unterricht in der Grundschule Mühlenweg wieder statt.  Handwerker haben die schlimmsten Schäden gestern provisorisch repariert. Die Stadt Hannover kommt der Einbruch teuer zu stehen. „Die Stadt ist nicht gegen solche Schäden versichert“, sagt Uwe Storre, der als Sachgebietsleiter im städtischen Fachbereich Schule auch für Hausverwaltung und Schadensfälle zuständig ist. Die Stadtverwaltung habe die Wirtschaftlichkeit einer Einbruchsversicherung überprüft. „Es rechnet sich nicht“, lautet Storres Fazit. Genaue Zahlen will er nicht nennen. Auch Alarmanlagen seien unwirtschaftlich. Diese würden daher nur vereinzelt in Schule installiert.

In anderen Städten der Region sieht das anders aus. „Unsere Gebäude sind sowohl versichert als auch gesichert“, sagt der Laatzener Rathaussprecher Matthias Brinkmann. Die Stadt habe nicht nur eine Einbruchsversicherung, sondern die Schulen an „unterschiedlichen Stellen mit Alarmanlagen ausgestattet“. Für Laatzen hat sich diese Ausgabe gelohnt. Bei 21 Schuleinbrüchen entstand 2012 ein Sachschaden von insgesamt 134.000 Euro. Die Versicherung habe ausreichend reguliert, sagt Brinkmann. Auch die Stadt Garbsen hat eine solche Versicherung, wie Behördensprecher Benjamin Irvin sagt. Bei einem Einbruch in die Caroline-Herschel-Realschule im Juni 2012 war ein Schaden von rund 400.000 Euro entstanden. Der Täter hatte ein Feuer gelegt, das den Verwaltungstrakt schwer beschädigte.

Noch am Montag haben Handwerker die schlimmsten Verwüstungen provisorisch repariert. Der Unterricht wird am Dienstag wie gewohnt fortgesetzt.

Hinweise nimmt die Polizeiinspektion Süd unter (0511) 1093620 entgegen.

cli

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