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Aus der Stadt VW Stöcken plant eigene Betriebskita
Hannover Aus der Stadt VW Stöcken plant eigene Betriebskita
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00:15 08.08.2013
Von Gunnar Menkens
Die meisten Plätze in der geplante Kita sind für Krippenkinder unter drei Jahren gedacht (Symbolfoto) Quelle: dpa
Hannover

Diesen Plan verhandeln Konzern und Verwaltung derzeit, wobei das Rathaus bei der Suche nach dem geeigneten Grundstück hilft. Nach Angaben der Stadt sind in Hannover 739 Kinder in Betriebskitas untergebracht.

VW hatte sich im Betrieb unter seinen Mitarbeitern umgehört und nachgefragt, wie viele Arbeiter und Angestellte solch ein Angebot nutzen würden. „So sind wir auf eine Größe von 60 bis 80 Plätzen gekommen“, sagte Unternehmenssprecher Volker Seitz am Montag. Die Absicht ist, die Betreuung während der gesamten Produktionszeit, von 6.30 bis 22 Uhr, anzubieten. Die meisten Plätze sind für Krippenkinder unter drei Jahren gedacht. Einen Standort für den geplanten Neubau gibt es nach Auskunft von Seitz noch nicht, VW wünscht sich die Betriebskita nahe am Werk, etwa am Stöckener Bad. Eine Option des Grundstücksgeschäfts ist offenbar, dass die Stadt auf Erbpachterträge verzichtet, dafür aber ein Drittel aller Kita-Plätze bekommt. Haben sich Konzern und Verwaltung über die Bedingungen des Geschäfts verständigt, muss der Rat zustimmen. „Dann kann es sehr schnell gehen“, sagte Seitz und deutete an, dass VW den Neubau wohl von einem Investor bauen lassen und dann zurückmieten würde.

Kinder, Kinder

Diese Woche dreht sich in der HAZ alles um ein Zukunftsthema: die Kinder – und ihre Eltern. Wie gut sind die neuen Kita-Angebote, wer nimmt das Betreuungsgeld in Anspruch? Und: Gelingt der Start ins neue Schuljahr? Antworten gibt die HAZ-Themenwoche „Kinder, Kinder“ – in der gedruckten HAZ, auf HAZ.de, den Tablet-Apps HAZ sonntag und HAZ 24.

Sozialdezernent Thomas Walter begrüßt die Initiative des VW-Konzerns, wollte sich zu Details der Gespräche jedoch nicht äußern. Die Stadt wolle ihr Kontingent in Stöcken voraussichtlich überwiegend für Krippenplätze nutzen. Das Rathaus unterstützt jeden betrieblich eingerichteten Betreuungsplatz mit monatlich 150 Euro – vorausgesetzt, das Kind kommt aus Hannover.

Betriebskitas spielen eine wichtige Rolle, um Kinder während der Arbeitszeit ihrer Eltern unterzubringen. In der Landeshauptstadt bieten bislang elf Unternehmen, Verwaltungen und Verbände eigene Betriebskitas an, darunter TUI, Swiss Life, Medizinische Hochschule und Arbeiterwohlfahrt. In acht weiteren Tagesstätten mieten Unternehmen wie Conti und VGH, Sparkasse und Johnson Control Betreuungsplätze für Kinder ihrer Mitarbeiter. VW-Sprecher Seitz sagte, Wünschen nach einer Betriebskita zu entsprechen, sei „eine Frage von Unternehmenskultur und Frauenförderung“.

Dass auch Arbeitgeber von solchen Hilfsangeboten profitieren, belegt eine Studie, die die Commerzbank vorgelegt hat. Darin heißt es: Betriebskitas würden „Motivation, Effizienz und Produktivität“ von Mitarbeitern steigern. Gebe es Betreuungsplätze für den eigenen Nachwuchs, wachse die Bereitschaft von Eltern, Karriere im Betrieb zu machen; die Bindung ans Unternehmen werde erhöht, das Betriebsklima verbessere sich. Durch das „familienbewusste Unternehmensimage“ ließen sich außerdem leichter neue Beschäftigte gewinnen. Das kann im Wettbewerb um Fachkräfte eine Rolle spielen. Auch reduzieren sich der Untersuchung zufolge durch Betriebskitas familienbedingte Fehlzeiten von Eltern um 4,5 Tage pro Jahr.

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