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Aus der Stadt VWN-Azubi zu Besuch bei Prinz Charles
Hannover Aus der Stadt VWN-Azubi zu Besuch bei Prinz Charles
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00:17 13.02.2017
Von Conrad von Meding
„Verbrechen an der Menschheit verjähren nicht“: Hannah Pietsch reicht Prinz Charles in London die Hand. Quelle: Paul Burns
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Hannover/London

Etwa 1,5 Millionen Menschen wurden von den Nazis im Konzentrationslager Auschwitz (Polen) umgebracht. Seit 1988 lässt der hannoversche Nutzfahrzeugkonzern, der auch ein Werk im polnischen Poznan betreibt, seine Auszubildenen regelmäßig Pflegearbeiten in der Gedenkstätte ausführen. Es ist ein Gemeinschaftsproojekt mit dem Internationalen Auschwitz-Komitee, das seit einigen Jahren die Metall-Statue an Prominente vergibt, die sich für Menschenrechte und Toleranz einsetzen.

Verbrechen an der Menschheit verjähren nicht“, sagt die 17-jährige Pietsch: „Auch wir stehen in der Verantwortung, dass so etwas nie wieder geschieht.“ Sie wohnt in Neustadt, absolviert das zweite Logistik-Ausbildungsjahr bei VWN und will später das Fachabitur machen.

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Beim Empfang von Charles überreichte Pietsch die Statue gemeinsam mit dem KZ-Überlebenden Marian Turski und Statuen-Designerin Michèle Déodat. Die Skulptur zeigt ein kopfstehendes „B“. Auschwitz-Häftlinge hatten den Buchstaben als Widerstandssymbol aus dem zynischen Lagertor-Schriftzug „Arbeit macht frei“ umgedreht. Die Aktion sei „Mut der Verzweifelung in der Dunkelheit“ gewesen, sagte Turski in der Feierstunde.

Die Statue heißt „to B remembered“ (frei übersetzt: um erinnert zu werden). Vor Charles haben etwa schon der ehemalige UN-Generalsekretär Ban Ki-moon, der verstorbene Präsident Israels, Shimon Peres, Bundeskanzlerin Angela Merkel und Vizekanzler Sigmar Gabriel die Auszeichnung erhalten.

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