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Aus der Stadt Venedig-Theater an und auf der Leine
Hannover Aus der Stadt Venedig-Theater an und auf der Leine
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10:11 01.02.2012
Von Juliane Kaune
Kreierten den Siegerentwurf für die begehbare Bühne: Peter Bücken, Sven Jakob, Viktoria Schmidt, Stephan Hartmann (v. l.). Quelle: Wilde
Hannover

Auf den ersten Blick haben sie nicht viel gemeinsam. Doch wer tiefer in die Geschichte einsteigt, findet Verbindungen zwischen der Lagunenstadt Venedig und der Stadt Hannover. So steht die berühmte Rialtobrücke genau an der Stelle, wo sich einst die ersten Siedler auf der Insel Rivus Altus niederließen. Dies wiederum ist der lateinische Name für „hohes Ufer“. Bekanntermaßen hat auch Hannover ein Hohes Ufer – und ebendort soll am 1. Juni für einen Tag ein Stück Venedig an die Leine geholt werden.

Das ist das Ziel eines aufwendigen, rund 60.000 Euro teuren Bühnenprojekts, das die Hochschule Hannover (früher Fachhochschule), das Historische Museum und das hannoversche Architekturbüro Kellner, Schleich und Wunderling in Kooperation mit dem Deutschen Studienzentrum in Venedig auf die Beine stellen wollen. Das Flussufer selbst wird zur Theaterkulisse: Mehr als 100 bunt kostümierte Schauspieler, Statisten, Musiker und Sänger werden entlang dem Hohen Ufer, auf der Seite mit Beginenturm und Historischem Museum, eine Performance inszenieren, die das Publikum auf der anderen Uferseite in eine venezianische Traumwelt versetzen soll. Auch die Leine fungiert als Bühne: Eine begehbare Furt verbindet die Ufer miteinander.

Wie dieser Übergang aussehen wird, steht seit Dienstag fest: In einem Architekturwettbewerb, an dem sich fünf Studentengruppen der Hochschule Bremen und der Hildesheimer Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst beteiligten, hat die Jury den Siegerentwurf gekürt. Das Rennen machten die Bremer Studenten Peter Bücken, Stephan Hartmann, Viktoria Schmidt und Sven Jakob, die die Leine mit schwimmenden und fest installierten Holzmodulen begehbar machen wollen. „Walk the Leine“ nennen sie ihre Konstruktion, die sie in Teilen bereits auf dem Maschteich getestet haben.

„Wie viele Module gebaut werden können, hängt auch davon ab, wie viele Sponsoren wir finden“, sagt Architektin Karin Kellner. Die Anzahl sollte natürlich reichen, um die Flussbreite von 22 Metern überqueren zu können. Kellners Büro hatte im Zuge des Stadtdialogs „City 2020“ ebenfalls vorgeschlagen, Altstadt und Calenberger Neustadt mit einer Furt zu verbinden, um dem Hohen Ufer mehr Aufenthaltsqualität zu geben. Zumindest temporär soll das nun möglich sein – Stadt und Wasserbehörden müssen die Genehmigung erteilen. Die Hannover Marketing Gesellschaft und die Gartenregion unterstützen das Vorhaben.

Was am Ufer und auf dem Wasser zu sehen und zu hören sein wird, steht noch nicht fest. „Das ist ein lebendiger Prozess“, sagt der Münchener Regisseur Werner Eggenhofer, der schon öfter mit der Hochschule Hannover zusammengearbeitet hat. Rund 60 Studenten machen mit. Die Federführung hat der von Prof. Maren Christensen geleitete Studiengang Szenografie-Kostüm, auch angehende Medien- und Kommunikationsdesigner, Innenarchitekten und Lichtdesigner sind mit im Boot. In Kostüme schlüpfen werden Studenten der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover sowie Laiendarsteller. Die Chöre Capella St. Crucis und das Collegium Vocale haben die Mitarbeit zugesagt; erste Kontakte gibt es auch zu dem hannoverschen „Treppenhaus-Orchester“.

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