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Aus der Stadt „November der Wissenschaft": James Bonds Tricks auf dem Prüfstand
Hannover Aus der Stadt „November der Wissenschaft": James Bonds Tricks auf dem Prüfstand
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22:33 14.11.2014
Quelle: Handout
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Eine Frage vorweg: Wie lernt man am besten? Antwort: Mit Begeisterung. Das ist zunächst vielleicht nicht sehr überraschend. „Aber das Wunderbare ist, dass wir Wissenschaftler diese intuitive Erkenntnis jetzt nachweisen können“, sagte jüngst der Göttinger Hirnforscher Gerald Hüther bei einem Vortrag im Neuen Rathaus. 500 hörten ihm dabei zu. Die Wissenschaftsshow „Gehirn und Magie“, unter anderem auch mit Hannovers Hauszauberer Desimo, lockte in der vergangenen Woche weitaus mehr Menschen an als erwartet, die Veranstaltung musste kurzfristig in die große Halle verlegt werden. Wissenschaft und Hannover – das scheint gut zusammenzupassen. Beste Voraussetzungen also für den „November der Wissenschaft“.

70 Einrichtungen haben mit 150 Veranstaltungen ein umfangreiches Programm für den „2. November der Wissenschaft“ aufgestellt. Neben Vorträgen und Diskussionen gibt es Wissenschaftsshows, Musik und Kabarett – genauso wie Möglichkeiten zum Selber-Experimentieren und -Entdecken.

Denn die Besucher sollen nicht bloß Wissen aufsaugen, sondern auch anwenden – sprichwörtlich die Nuss selber knacken. Dafür wirbt das diesjährige Logo mit den vier Walnüssen.

Wir haben einige Tipps aus dem Programm zusammengestellt:

Die erste Nuss, die es zu knacken gilt, heißt James Bond: Unter dem Titel „Geschüttelt, nicht gerührt“ prüft Physik-Professor Metin Tolan am 29. Oktober wie realistisch die Stunts und technischen Spielereien von 007 tatsächlich sind. Tolan befasst sich mit den Bond-Klassikern schon seit 15 Jahren – und hat dabei auch eine Erklärung dafür gefunden, warum der Geheimagent seinen Wodka Martini geschüttelt und nicht gerührt trinkt. Seine Wissenschaftsshow beginnt um 18 Uhr im Neuen Rathaus.

Einen Tag später öffnen rund 80 Einrichtungen und Institute der Leibniz Universität von 18 bis 24 Uhr ihre Türen zur „Nacht, die Wissen schafft“. Bei Lesungen, Ausstellungen, Führungen und Aktionen zum Mitmachen erfahren die Besucher etwa, dass mit Induktion nicht nur gekocht werden kann und wie die Erdvermessung funktioniert. Außerdem können der Wellenkanal und das neue Laboratorium für Nano- und Quantenengineering besichtigt werden.

Am 6. November erfahren alle, die sich noch jung fühlen: Was erwartet uns im Alter? Im Landesgesundheitsamt steht ein Alterssimulationsanzug zum Testen bereit. Außerdem geht es in Diskussionen um Fragen wie: Was können wir tun, um auch im Alter mobil und gesund zu bleiben? Wie viele Alte wird es in Zukunft geben? Welche Herausforderungen für die Gesellschaft bringt der demographische Wandel mit sich? Beginn ist um 17 Uhr.

Einen besonderen Schwerpunkt legt die Veranstaltungsreihe auf das Thema Energie. Vom 11. bis 18. November geht es in Vorträgen und Diskussionen im Museum für Energiegeschichte um Energieknappheit, die Zukunft von Kraftwerken, Windenergie und Elektromobilität.

Das komplette Programm als Download

Der November der Wissenschaft wird zum zweiten Mal nach 2008 von der Initiative Wissenschaft Hannover ausgerichtet – eine Kooperation aus Hochschulen, wissenschaftlichen Einrichtungen, der VolkswagenStiftung, dem Studentenwerk und der Landeshauptstadt Hannover.

Vanessa Meyer

20.09.2010
Vivien-Marie Drews 20.09.2010