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Aus der Stadt „Wir rechnen nicht mit Flugausfällen“
Hannover Aus der Stadt „Wir rechnen nicht mit Flugausfällen“
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16:00 08.02.2015
Am Montag wird wieder am Flughafen Hannover gestreikt. Quelle: dpa (Archiv)
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Hannover

Tausende Passagiere am Flughafen Hannover müssen sich am Montag auf Verzögerungen einstellen. Die Gewerkschaft Verdi hat das Sicherheitspersonal zu einem ganztägigen Warnstreik von 4.15 Uhr an aufgerufen. Damit will die Gewerkschaft erreichen, dass sie mit dem Bundesverband der Sicherheitswirtschaft (BDSW) Verhandlungen über einen Lohntarifvertrag für alle Unternehmen der Sicherheitsbranche in Niedersachsen führen kann. Ebenfalls am Warnstreik beteiligen wollen sich nach Angaben von Verdi auch Mitarbeiter der militärischen Bewachung bei der Bundeswehr in Meppen. Auch an den Airports in Stuttgart und Hamburg soll es Warnstreiks geben.

In Hannover sind von dem Streik nach Angaben einer Flughafen-Sprecherin rund 60 Abflüge betroffen. „Es kann sein, dass es vereinzelt zu Verspätungen kommt. Mit Ausfällen von Flügen rechnen wir aber nicht“, sagte die Sprecherin am Sonntag. „Wir wissen nicht, wie viele Leute sich an dem Streik beteiligen werden.“

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Vor gut einer Woche hatte der erste Warnstreik des Sicherheitspersonals am Flughafen Hannover so gut wie keine Auswirkungen auf die Abfertigung der Passagiere und den Flugbetrieb gehabt. Die Kontrolle wurde über einen Notbetrieb sichergestellt.

Der Bundesverband der Sicherheitswirtschaft will Verdi nur Verhandlungen für die Fluggast-, Personal- und Warenkontrolleure an den Verkehrsflughäfen anbieten. Für Sicherheitsmitarbeiter in Niedersachsen gebe es bereits einen gültigen Tarifvertrag mit der christlichen Gewerkschaft des öffentlichen Dienstes (GöD), hieß es zur Begründung. Verdi wirft der Konkurrenz-Gewerkschaft GöD aber vor, sie habe sich für die Festschreibung des gesetzlichen Mindestlohnes die Hälfte der Sonn- und Feiertagszuschläge abkaufen lassen.

Die Gewerkschaft Verdi fordert für die unterste Lohngruppe einen Stundenlohn von 9,74 Euro. „Die Arbeit der Sicherheitsdienste ist mehr wert als 8,50 Euro brutto“, sagte die Verhandlungsführerin der Gewerkschaft, Ute Gottschaar.

Die Sicherheitswirtschaft kritisierte die angekündigten Warnstreiks scharf. In Hamburg würden die Verhandlungen am Mittwoch fortgesetzt und auch in Hannover hätten die Arbeitgeber einen ersten Verhandlungstermin angeboten, sagte der Hauptgeschäftsführer des Branchenverbandes BDSW, Harald Olschok, am Sonntag. Er sprach von „ungerechtfertigten Warnstreiks“ und forderte ein verbindliches Schlichtungsverfahren, bevor Streiks an Flughäfen zulässig seien.

Für den Flughafen Hannover sagte ein Sprecher, der Airport habe kein Verständnis dafür, wenn gewerkschaftliche Kompetenzrangeleien in Sicherheitsunternehmen auf dem Rücken des Flughafens, der Airlines und der Passagiere ausgetragen würden. Der Streik sei unverhältnismäßig.

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dpa

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