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Aus der Stadt Bäcker bieten Ausbildungen für Flüchtlinge an
Hannover Aus der Stadt Bäcker bieten Ausbildungen für Flüchtlinge an
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06:59 28.06.2017
Sharif Ahmad (links) lernt bald Bäcker. Lesia Brezitzka hat dazu beigetragen, dass er das kann. Quelle: Franson
Hannover

Ähnliche Abmachungen will Samofa auch mit anderen Standesorganisationen wie der Friseurinnung, dem Deutschen Hotel- und Gaststättenverband oder den Altenpflegeverbänden treffen.

Samofa steht für „Stärkung der Aktiven aus Migrantenorganisationen in der Flüchtlingsarbeit“. Dahinter steckt die Idee, dass Flüchtlinge, die schon länger in Deutschland sind und ihr Leben neu aufgebaut haben, den jetzigen Neuankömmlingen aufgrund ähnlicher Erfahrungen eine wertvolle Stütze sein können. Das geschieht in mittlerweile 30 Städten. Das Projekt wird durch den Bund gefördert.

Hannover ist, was die Ausbildungsvereinbarung angeht, ein Vorreiter“, sagt Kristin Wenzel, Sprecherin von Samofa. In der Landeshauptstadt hat sich beispielsweise die 25-jährige Politikwissenschaftsstudentin Lesia Brezitzka, die aus der Ukraine gekommen ist, des sudanesischen Bürgerkriegsflüchtlings Sharif Ahmad angenommen. Er wird einer der Ersten sein, die im August eine Ausbildung als Bäcker beginnen.

Carsten Wulf, Geschäftsführer der Bäckerinnung, nennt zwei Motive für das Engagement: Zum einen spüre die Branche den Bewerbermangel und hofft, die Folgen so abfedern zu können. „Zum anderen müssen wir den Menschen, die zu uns kommen, die Möglichkeit geben, ein Teil unserer Gesellschaft zu werden. Dazu gehört vordringlich, sie auszubilden und ihnen Arbeitsmöglichkeiten zu verschaffen“, sagt er.

Samofa muss nun weitere Bewerber finden, die die reservierten Ausbildungsplätze besetzen können. Eines der größten Hemmnisse ist, wie häufig, wenn es um Flüchtlinge und Arbeitsmarkt geht, die Sprache. „Ausbildung ohne gute Deutschkenntnisse funktioniert schon wegen der Anforderungen in der Berufsschule nicht“, sagt Wulf. Wenzel wiederum ist zuversichtlich, dass bis zum Beginn des Ausbildungsjahres das 14 Stellen umfassende Angebot ausgeschöpft werden kann.     

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