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Aus der Stadt Vereinzelte Krawalle vor dem Hauptbahnhof
Hannover Aus der Stadt Vereinzelte Krawalle vor dem Hauptbahnhof
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21:51 01.05.2009
Von Tobias Morchner
Die Polizei ging hart gegen Demonstraten vor, die sich den Anweisungen widersetzten. Quelle: Kriss Finn
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„Darunter waren drei Rechtsextremisten, die gegen das Versammlungsgesetz verstoßen hatten“, sagte eine Polizeisprecherin. Am Nachmittag war es mehrmals zu handfesten Auseinandersetzungen zwischen der Polizei und linken Jugendlichen vor dem Hauptbahnhof gekommen. Dabei setzten die Beamten zum Teil Schlagstöcke und Hunde ein. Zweimal kesselte die Bereitschaftspolizei eine Gruppe von 50 beziehungsweise 100 Punks und Anhänger der Antifa-Szene auf dem Ernst-August-Platz ein, weil diese zuvor mit Flaschen geworfen, Knallkörper angezündet und Passanten angepöbelt hatten. Die Demonstranten erhielten einen Platzverweis für den gesamten Innenstadtbereich.

Gegen 16 Uhr hatten die Einsatzkräfte rund 400 linke Demonstranten im Hauptbahnhof aus einem Regionalexpress heraus geholt. Die Gruppe hatte zuvor in Verden gegen einen angeblichen Aufmarsch von Neonazis protestieren wollen. Auf der Rückfahrt nach Hannover sollen die Teilnehmer Flaschen auf Polizeibeamte geworfen haben. Die Gruppe wurde in einen Tunnel unterhalb des Hauptbahnhofs gebracht. Dort erhielten die Demonstranten Gefährdeansprachen. Erst dann durften sie den Bahnhof verlassen. Polizeipräsident Uwe Binias war zufrieden mit dem Verlauf des Einsatzes: „Es war ein friedliches und fröhliches 1. Mai-Geschehen in Hannover, weil die Verbotsverfügung vor Gericht Bestand hatte.“

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