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Aus der Stadt Verkaufsoffener Sonntag lockt 220.000 nach Hannover
Hannover Aus der Stadt Verkaufsoffener Sonntag lockt 220.000 nach Hannover
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20:18 07.04.2013
Sonne satt und gute Geschäfte: Beim verkaufsoffenen Sonntag ging endlich auch Frühlingsmode über den Einkaufstresen.Kleinschmidt (4)
Sonne satt und gute Geschäfte: Beim verkaufsoffenen Sonntag ging endlich auch Frühlingsmode über den Einkaufstresen. Quelle: Tobias Kleinschmidt
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Hannover

Eigentlich bleibt Angelika Sasse ihrem Wohnort gern treu. Wenn sie eine neue Hose, einen Pullover oder Schuhe braucht, schaut sie sich in Bad Oeynhausen um. Da kennt sie die Boutiquen, manche Verkäufer wissen gar um ihre modischen Vorlieben. „Regional einkaufen“ nennt die 61-Jährige das. Sie will die Kaufleute in ihrem Umfeld stärken. Am Sonntag aber war das anders. Sasse hatte einen guten Grund zum verkaufsoffenen Sonntag in Hannovers Innenstadt zu fahren. Ihr Sohn wird im Mai heiraten, und Mutter Sasse brauchte etwas zu Anziehen.

Die 61-Jährige ist fündig geworden. Ein lilafarbenes Kleid wird sie bei der Hochzeit ihres Sohnes tragen. Sasse hat es beim Mäntelhaus Kaiser erstanden. „Ich bin zufrieden“, sagt sie. Nun fehlen nur noch die passenden Schuhe. Bei Schuh Neumann in der Seilwinderstraße hofft sie, ein Paar zu finden. Die Begrüßung im Schuhgeschäft stimmt Sasse optimistisch: Mitarbeiterin Alina Sökefeld empfängt alle Kunden mit russischem Konfekt - passend zur Hannover Messe, deren Partnerland Russland ist.

Rund 220.000 Besucher waren am zweiten verkaufsoffenen Sonntag des Jahres in der Innenstadt unterwegs - und wurden unter anderem mit russischem Konfekt belohnt.

Für Martin Prenzler von der City-Gemeinschaft sind es Menschen wie Angelika Sasse, für die er die verkaufsoffenen Sonntage vornehmlich organisiert. „Wir haben ein riesiges Einzuggebiet, das bis nach Braunschweig und Hildesheim reicht“, sagt er. Rund 220000 Besucher waren nach Prenzlers Angaben am zweiten verkaufsoffenen Sonntag des Jahres in der Innenstadt unterwegs. Für den City-Werber bedeutet das: Erfolg auf ganzer Linie: „Wir sind sehr zufrieden“, sagt er, „besser hätte es nicht laufen können.“ Als Gründe für den Ansturm nannte er das frühlingshafte Wetter, das 96-Heimspiel sowie die industriemesse, die eröffnet wurde. Auch am Sonnabend sei die Innenstadt bereits gut besucht gewesen.

Es ist das erste Wochenende, an dem die Kaufleute nach den winterlichen Temperaturen im März aufatmen können. „Für den Einzelhandel waren das schlechte, für Wirte mit Außengastronomie desaströse Wochen“, sagt Prenzler. Normalerweise starte der Verkauf der Frühlingsmode bereits Mitte März. In diesem Jahr habe sich das um zwei Wochen nach hinten verschoben. „Bei Temperaturen um null Grad hat kaum jemand Lust auf frühlingshafte Kleidung“, sagt Prenzler.

Der nächste verkaufsoffene Sonntag wird dann bereits die Herbstsaison einläuten - Anfang September ist es so weit. Bis dahin hofft Prenzler auf viele sonnenreiche Wochen und damit einhergehende gute Geschäfte. Damit dürfte er nicht allein sein.

Conrad von Meding 07.04.2013
Andreas Schinkel 06.04.2013
Mathias Klein 07.04.2013