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Aus der Stadt Verkehrsführung sorgt für Missverständnisse bei Radfahrern
Hannover Aus der Stadt Verkehrsführung sorgt für Missverständnisse bei Radfahrern
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22:27 06.08.2009
Von Dany Schrader
Der seeseitige Radweg ist während des Maschseefestes gesperrt. Quelle: Tobias Kleinschmidt
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Trotz der eindeutigen Beschilderung setzen sich täglich noch immer zahlreiche Radfahrer über das Fahrverbot auf der Seeseite des Rudolf-von-Bennigsen-Ufers hinweg. Bei einer spontanen Kontrolle stellte die Polizei Anfang der Woche in nur eineinhalb Stunden 28 Radfahrer, die gegen die Neuregelung verstießen, indem sie sich mit ihren Rädern durch die Absperrgitter drängelten und auf der Seeseite entlangfuhren.

Die Radfahrer sollen mindestens noch bis zum Ende des Maschseefestes am Sonntag, 18. August, auf die neue Radstrecke auf der anderen Straßenseite des Rudolf-von-Bennigsen-Ufers ausweichen, um wegen des starken Besucherandrangs an den Ufern Unfälle zu vermeiden. Zahlreiche Radfahrer, darunter auch der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club, hatten diese Lösung allerdings stark kritisiert. Auf der Alternativroute zwischen Kurt-Schwitters-Platz und dem Weg An der Engesohde müssen sich Radfahrer und Fußgänger den teilweise nur 2,60 Meter breiten Weg teilen. Zusätzlich ist der Radweg in beide Richtungen befahrbar.

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Die Organisatoren des Maschseefestes begrüßen hingegen die Neuregelung. In den Vorjahren war es auf der Uferseite während des Festes immer wieder zu brenzligen Situationen gekommen. „Wir sind sehr glücklich über den neuen Radweg“, sagt Peter Richter, Vorsitzender des Ausrichtervereins Hannover Tourismus Service. Festproduktionsleiter Oliver Schulte sieht die Lösung ebenfalls als Verbesserung. „Die Konfliktstellen sind ganz klar entschärft“, sagt er.

Die Stadt will an der Alternativroute auch nach dem Ende des Maschseefestes festhalten. Dann sollen Radfahrer auf beiden Seiten des Rudolf-von-Bennigsen-Ufers fahren dürfen, der Radweg auf der Seeseite würde dann etwa auch an besucherstarken Wochenenden entlastet. „An der Maßnahme gibt es nichts zu ändern, da sind wir uns einig mit der Polizei“, sagt Stadtsprecher Dennis Dix. Sobald die Finanzierung steht, soll die neue Teilstrecke dann zudem noch verlängert werden.

Die Polizei hat indes angekündigt, die Situation auf der Seeseite weiterhin zu beobachten. „Wann immer es unsere Auslastung zulässt, wird es weitere Kontrollen geben“, sagt ein Sprecher. Radfahrer, die trotz des Verbots am Ufer entlangfahren, müssen wegen der Ordnungswidrigkeit mit einer Geldbuße in Höhe von zehn Euro rechnen.

Verwirrung bei Inlineskatern: Die neue Verkehrsführung hat für Missverständnisse bei Inlineskatern gesorgt. Ursprünglich hatte die Stadt auf der Uferseite Schilder angebracht, die anzeigen, dass Inline-skater auf dem Radweg zugelassen sind, diesen Hinweis nun aber gestrichen. Laut Straßenverkehrsordnung werden Inline-skater als Fußgänger betrachtet. „Sie dürfen also weiter auf der Uferseite fahren. Allerdings sollten sie wegen des erhöhten Besucheraufkommens besonders vorsichtig sein“, sagt der Verkehrsberater der Polizei, Hauptkommissar Gerd Schöler.