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Aus der Stadt Stadt springt bei Kinderbetreuung ein
Hannover Aus der Stadt Stadt springt bei Kinderbetreuung ein
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20:27 14.03.2014
Von Bärbel Hilbig
Kurzfristige Hilfe: Die Stadt will Eltern künftig unterstützen, wenn auf die Schnelle eine Tagesmutter benötigt wird. Quelle: dpa (Symbolfoto)
Hannover

 Sollte der Rat zustimmen, wird die kurzfristige Kinderbetreuung am 1. September starten. Ab Anfang 2016 soll es ein ähnliches Angebot außerdem für Familien mit pflegebedürftigen Angehörigen geben.

„Wir richten uns mit der Notfallbetreuung an Eltern, die nicht auf ein familiäres oder soziales Netzwerk zurückgreifen können, wenn ein unvorhergesehener Engpass bei der Betreuung des Kindes entsteht“, sagt Jugend- und Sozialdezernent Thomas Walter. Wenn die Tagesmutter krank wird, die Kita kurzfristig schließt oder Eltern selbst wegen eines Notfalls aufgehalten werden, soll die Notfallbetreuung greifen. Die Stadt will dafür eine Beratungsstelle einrichten, die über einen Pool qualifizierter Betreuer verfügt. Die Vermittlung wird mindestens werktags, möglicherweise auch an allen Wochentagen, rund um die Uhr telefonisch und per E-Mail erreichbar sein.

Geplant ist, dezentral in allen 13 Stadtbezirken Betreuungsplätze anzubieten. Zentrumsnah soll voraussichtlich außerdem ein „Notfall-Kinderzimmer“ für Kinder bis 13 Jahren eingerichtet werden, das montags bis freitags von 7 bis 18 Uhr öffnet, nach Vereinbarung auch länger. Gedacht ist auch daran, Kinder per Fahrdienst abzuholen und in die Betreuung zu bringen oder sie, in bestimmten Fällen, zu Hause zu beaufsichtigen.

Die Gebühr für die Kinderbetreuung soll so bemessen sein, dass sie auch für Eltern mit geringem Einkommen tragbar ist. In dem Verwaltungsvorschlag ist von fünf Euro pro Stunde die Rede. Betriebe können sich als Kooperationspartner beteiligen und pauschale Monatsgebühren zahlen. Für ihre Mitarbeiter wird es dann günstiger, sollten sie die Notfallbetreuung in Anspruch nehmen. Die anderen Kommunen in der Region Hannover können sich dem Angebot anschließen.

Das Projekt „Hannoversche Notfallbetreuung“ wird zunächst in einer fünfjährigen Pilotphase bis Mitte 2019 erprobt. Bisher bietet Wolfsburg als einzige größere Stadt einen Kinderbetreuungsnotruf für Eltern und Unternehmen an. In Hannover geht das Konzept von Stadt und Wirtschaftsförderung der Region auf Anregungen aus der Wirtschaft, dem Netzwerk Alleinerziehender, Jobcenter und Arbeitsagentur zurück.

Für dieses Jahr rechnet die Stadt mit rund 178 000 Euro Kosten für Personal und Sachmittel. Darin enthalten ist aber auch eine Koordinierungsstelle, die bereits existiert. Wenn die Notfallbetreuung im kommenden Jahr ganzjährig läuft, dürften sich die Kosten erhöhen. Die Stadt rechnet aber ab 2015 mit vermehrten Beiträgen von Eltern und Firmen. Die Wirtschaftsförderung der Region will sich im Projektzeitraum mit 20 000 Euro pro Jahr beteiligen.

Das Familienservicebüro der Stadt wird in Kooperation mit der Region pädagogisch qualifizierte Betreuer suchen und begleiten. Bewerbungen sind bereits jetzt möglich. Das Angebot der Notfallbetreuung soll sich auch an berufstätige Eltern richten, die nur kurze Zeit in Hannover arbeiten oder eine Fortbildung besuchen, sowie an Familien, die neu in die Stadt ziehen und nicht sofort einen Betreuungsplatz finden.

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