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Aus der Stadt Viele Hannoveraner wollen umziehen
Hannover Aus der Stadt Viele Hannoveraner wollen umziehen
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21:03 13.01.2012
Aber bitte mit Freisitz! Jeder dritte Hannoveraner würde gerne umziehen.
Hannover

Häufigster Grund ist der Wunsch nach Wohneigentum (15 Prozent), gefolgt von der Hoffnung auf größeren Wohnraum (14) oder auf komfortableren Wohnraum (8), der Wunsch nach einem Zusammenziehen mit dem Partner (8), die Hoffnung auf eine altersgerechte Wohnung (6) oder eine preisgünstigere Wohnung (6). Erst danach kommen „besseres Wohnumfeld“ (5) und „ruhigere Wohnlage“ (4) sowie „gutes soziales Umfeld“ (4). Der Hannoveraner ist offenbar weitgehend zufrieden mit seinem Heimatstadtteil. Kein Wunder: Fast 40 Prozent leben seit 20 Jahren oder länger im eigenen Stadtteil, fast die Hälfte aller Befragten würde bei einem Umzug wieder in den gleichen Stadtteil ziehen.

Die Ergebnisse im Einzelnen:

Balkon oder Terrasse sind wichtig: Die wichtigsten Merkmale bei der Entscheidung für eine Wohnung oder ein Haus sind Balkon/Terrasse (14 Prozent), ruhige Lage (12), Helligkeit/viele Fenster (10), das Vorhandensein eines Gartens (7), günstiger Preis (7) sowie energetische Bauweise (6). Bei diesen Merkmalen sind die Abweichungen je nach Alter oder Familienstand nur geringfügig. Nur bei Familien mit Kindern schiebt sich der Wunsch nach einem eigenen Garten vor Balkon/Terrasse und die ruhige Lage.

Wohnsituation: 16 Prozent der Hannoveraner leben in der eigenen Wohnung, 18 Prozent im eigenen Haus. Fast zwei Drittel (64 Prozent) der Hannoveraner leben in einer Mietwohnung, nur ein Prozent in einem gemieteten Haus. Häufigste Vermieter sind private Wohnungseigentümer, gefolgt von Wohnungsgesellschaften und -genossenschaften.

Wohnwünsche: Ganz oben auf der Skala der Wohnungswünsche steht das eigene Haus: 32 Prozent haben dies als präferierte Wohnform angekreuzt, gefolgt von der Eigentumswohnung (24). Je 14 Prozent würden gerne bei privaten Vermietern oder Genossenschaften wohnen, zehn Prozent bei Wohnungsgesellschaften, sechs Prozent würden gerne ein Haus mieten.

Stadtteile: Über alle Altersgruppen betrachtet sind die bevorzugtesten Stadtteile die List (9 Prozent), die Südstadt (8), Kirchrode und Waldhausen (je 7) und das Zooviertel (6). Aufgesplittet nach Altersgruppen ist die List weiterhin bei fast allen der beliebteste Stadtteil, erst bei Älteren ab 65 Jahren steht Kirchrode an erster Stelle. Überraschend rangiert die Nordstadt bei den 18- bis 29-Jährigen sehr weit vorne, die sonst kaum eine Rolle spielt. Alleinlebende und kinderlose Paare bis 34 Jahre präferieren außer List und Kirchrode die Stadtteile Mitte, Nord-, Ost- und Südstadt, Linden-Mitte und -Nord. Ältere Alleinlebende oder Paare ohne Kinder nennen stattdessen häufiger Waldhausen, Kleefeld, Waldheim, Bothfeld oder Döhren. Familien hingegen geben überdurchschnittlich oft Waldhausen, Zooviertel, Bothfeld und Groß-Buchholz an, mit leicht geringerer Tendenz aber auch Südstadt und List als Wunschwohnorte.

Migranten wollen Eigentum: Exakt jeder fünfte Befragte trägt sich mit dem Gedanken, ein Eigentum zu erwerben (20 Prozent). Konkret wird das bei sieben Prozent geplant, 13 Prozent haben dies mittel- bis langfristig vor. Bei Hannoveranern mit Migrationshintergrund ist der Wunsch nach Eigentumsbildung deutlich höher: 28 Prozent haben dies vor.

Preisvorstellungen: Von den Hannoveranern, die Eigentum erwerben wollen, will jeder Vierte (25 Prozent) bis zu 1000 Euro pro Quadratmeter ausgeben, immerhin 15 Prozent wollen mehr als 2500 Euro pro Quadratmeter investieren. Bei Mietern wird deutlich, dass die meisten der unter 45-Jährigen von steigenden Kosten nach einem Umzug ausgehen, während bei den über 45-Jährigen bereits jeder Zweite eine stagnierende oder sinkende Kostenbelastung nach einem Umzug erhofft.

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