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Aus der Stadt Viele Schüler an Grundschulen erkrankt
Hannover Aus der Stadt Viele Schüler an Grundschulen erkrankt
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16:06 07.11.2009
Quelle: Michael Thomas (Archiv)

Kinder mit fieberhaftem Infekt sollen auch bei leichten Symptomen Schule oder Kindergarten nicht besuchen. Besonders arg hat es die Grundschule Suthwiesenstraße erwischt – dort fielen auch vier von 13 Lehrern und die Sekretärin aus. „Wir mussten Montag eine vierte Klasse schließen, damit wir für die anderen den Unterricht aufrechterhalten konnten“, sagt Schulleiterin Katja Gade. Sie suchte dafür eine Klasse aus, in der 14 von 25 Kindern erkrankt waren. Vergangenes Wochenende war die Zahl der Erkrankungen rapide in die Höhe geschnellt. „Es bleibt aber oft unklar, ob die Kinder die neue Grippe oder einen anderen Infekt haben“, sagt Gade. Hinzu kommt, dass die Lehrer die Eltern seit Längerem darin bestärken, ihre Kinder auch bei leichten Symptomen zu Hause zu behalten. Das erhöht statistisch die Zahl der Krankheitsfälle. „Es ist aus Vorsicht aber sinnvoll“, sagt Gade.

Viele Grundschulleiter registrieren deutlich höhere Krankenzahlen als in anderen Jahren. „Der schnelle Anstieg ist auffällig. Es muss recht ansteckend sein“, sagt Anne Wolters, Leiterin der Grundschule am Lindener Markt. Um Eltern die Sorge zu nehmen, reicht Wolters wie auch andere Schulleiter alle Rundschreiben der Gesundheitsbehörden schnell an Lehrer und Eltern weiter. „Die Eltern sehen, dass die Situation nicht dramatisch ist“, sagt Ruth Pfeiffer, Grundschulleiterin Am Stöckener Bach.

Die Schließung ganzer Klassen ist für die meisten Schulleiter zurzeit kein Thema – das Gesundheitsamt rät davon ab. „Der milde Verlauf der Schweinegrippe würde das nicht rechtfertigen“, sagt Kurt Veith, Leiter der Leibnizschule. An den weiterführenden Schulen liegen die Ansteckungszahlen meist nicht höher als sonst. Eine Ausnahme ist die Elsa-Brändström-Schule, die zeitlich versetzt zehn Klassen beurlaubt hatte.

Manche Eltern lassen ihre Kinder jetzt lieber mit dem Rad fahren oder bringen sie mit dem Auto zur Schule, um vorzubeugen. „Gerade nach Schulschluss sind die Bahnen rappelvoll“, sagt Eduard Kirschmann, dessen Tochter Roxana mit Freundinnen Rad fährt.

In seinem neuen Leitfaden rät das Land den Eltern erkrankter Kinder, sie erst dann wieder in Schule oder Kita zu schicken, wenn sie einen Tag fieberfrei sind. Der Leitfaden ist unter www.grippeschutz.niedersachsen.de abrufbar.

von Bärbel Hilbig und Veronika Thomas

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