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Aus der Stadt Volkswagen startet Carsharing-Projekt „Quicar“
Hannover Aus der Stadt Volkswagen startet Carsharing-Projekt „Quicar“
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22:20 02.11.2011
Am 16. November startet in Hannover die Kurzzeit-Vermietung von zunächst 200 Golf BlueMotion, kündigte Vertriebsvorstand Christian Klingler am Mittwoch in der niedersächsischen Landeshauptstadt an.
Am 16. November startet in Hannover die Kurzzeit-Vermietung von zunächst 200 Golf BlueMotion, kündigte Vertriebsvorstand Christian Klingler (rechts) am Mittwoch in der niedersächsischen Landeshauptstadt an. Quelle: Peters
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Hannover

Ob die Herren in Schlips und Anzug, die sich am Mittwoch für die Kameras neben diversen weißen VW-Golf-Modellen aufstellten, noch per „Sie“ sind, war nicht ganz auszumachen. Es würde jedenfalls nicht in die Landschaft passen. Denn bei „Quicar“, dem Teilauto-Projekt von Volkswagen, wird hemmungslos geduzt – in Werbefilmchen, auf Broschüren und in Bedienungsanleitungen. Womöglich soll das unterstreichen, wie locker und einfach das Automieten vom 16. November an sein wird. Oder es lässt auf die Zielgruppen schließen, die der Autobauer vor allem im Visier hat – Studenten etwa, oder junge Familien. Nach dem Motto: Kaufst du noch oder teilst du schon?

Auf jeden Fall will VW „ein fester Bestandteil der urbanen Mobilität in Hannover werden“, wie Vertriebschef Christian Klingler bei der Vorstellung des Projektes im Rathaus betonte. Von heute an können sich Kunden im Internet für „Quicar“ registrieren. In der Karmarschstraße haben die Wolfsburger zudem einen Laden angemietet, in dem man die Anmeldemodalitäten – einschließlich einmaliger Startgebühr von 25 Euro – erledigen kann. Ab Mitte des Monats stehen den Hannoveranern dann 200 VW Golf Blue Motion an 50 im Stadtgebiet verteilten Stationen zur Verfügung. Das können Parkplätze an Supermärkten oder Schulen sein. Allein zehn Autos stehen im Parkhaus Windmühlenstraße.

Die Stadt habe bei der Parkplatzsuche geholfen, sei ansonsten aber zur Neutralität verpflichtet, sagte Oberbürgermeister Stephan Weil. Schließlich gebe es auch Wettbewerber im Markt. Wie aus der Verwaltung verlautet, ist für den weiteren Parkplatzbedarf der Branche auch an eine sogenannte Entwidmung einzelner öffentlicher Parkplätze gedacht. Dabei gehe es aber nur um wenige Flächen. Hannover sei für Teilautos „genau der richtige Standort“, sagte Weil. Schließlich gebe es kaum eine deutsche Großstadt mit einer derart entspannten Verkehrslage. Für den Mix der Verkehrsträger seien Kurzzeit-Mietangebote „eine ideale Ergänzung“.

Volkswagen will die Zahl seiner Stationen mittelfristig auf 100 verdoppeln. Ob der Kunde das Auto dann auch an einer anderen Stelle abstellen kann als am Startpunkt – wie es jetzt noch der Fall ist –, prüfe man derzeit, sagte der Vorstandschef von VW Financial Services, Frank Witter. Die Banker im Konzern betreiben das Netz und kümmern sich um die finanzielle Abwicklung. Die soll wie alles bei „Quicar“ besonders einfach sein: Nach der Registrierung mit Bankverbindung wird der Kunde nie wieder Geld auf den Tisch legen müssen – es wird automatisch abgebucht. Auch beim Preismodell gelten einfache Regeln: Fährt das Auto, kostet es 20 Cent in der Minute – alle Nebenkosten inklusive. Wird es zwischendurch abgestellt, halbiert sich der Preis. Eine halbe Stunde sollte man den Wagen aber schon nutzen, denn 6 Euro werden in jedem Fall fällig. Für Langfristnutzer hat VW „Quicar Plus“ aufgelegt – 70 Fahrzeuge vom Cabrio bis zum Transporter, die mindestens zehn Stunden gebucht werden müssen und gegen Aufpreis auch vor die Haustür gestellt werden.

Nähere Informationen gibt es im Internet unter www.quicar.de, unter der kostenfreien Telefonnummer (08 00) 11 91 00 oder im „Quicar-Shop“ in der Karmarschstraße 37.

Lars Ruzic

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