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Aus der Stadt Nach Unfalltod eines Elfjährigen: Offener Brief an Schostok
Hannover Aus der Stadt Nach Unfalltod eines Elfjährigen: Offener Brief an Schostok
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16:59 03.05.2018
70 Unterzeichner haben einen Offenen Brief an Oberbürgermeister Schostok geschrieben und fordern Umbauten an der Unfallkreuzung. Quelle: Rainer Dröse
Hannover

 Nach dem Unfalltod eines elfjährigen Jungen an der Kreuzung Vahrenwalder Straße/Industrieweg haben mehrere Hannoveraner einen Offenen Brief an Oberbürgermeister Stefan Schostok (SPD) verfasst. Insgesamt 70 Unterzeichner – darunter Hannovers Ex-Fahrradbeauftragter Siegmar Surrey und Oliver Thiele von der Initiative „Platz da! ist hannovercyclechic“ – fordern deutliche Nachbesserungen bei der Ampelschaltung. „Wir meinen, dass der Unfall hätte vermieden werden können“, heißt es in dem Offenen Brief. „Es ist grob fahrlässig, dem rechts abbiegenden Kfz-Verkehr gleichzeitig mit dem geradeaus orientierten Rad- und Fußgängerverkehr grün zu geben.“ Die Forderung der Unterzeichner: Rot für Rechtsabbieger, wenn Radler und Passanten grünes Licht haben. „Es besteht akuter Handlungsbedarf.“

Gleiches verlangt der Allgemeine Deutsche Fahrradclub (ADFC). „Es wird höchste Zeit, dass die Stadt Hannover die Ampelschaltungen so ändert, dass der Geradeaus-Radverkehr zeitlich vom abbiegenden Lkw-Verkehr getrennt wird“, sagt Reinhard Spörer, Vorsitzender des Regionsausschusses des ADFC Region Hannover. Der Straßenname Industrieweg zeige bereits, dass dort häufig schwere Lkw abbiegen. „Ohne Schaltungsmaßnahmen der Stadt gerade an dieser Ampel ist der nächste tödliche Unfall an dieser Kreuzung nur eine Frage der Zeit“, sagt Spörer. Sowohl der ADFC als auch die Unterzeichner des Offenen Briefes fordern weiter, alle vergleichbaren Ampeln im Stadtgebiet „entsprechend zu korrigieren oder umzurüsten“.

Der Fahrer des rumänischen Sattelzugs hatte den Elfjährigen am 18. April beim Abbiegen übersehen. Quelle: Christian Elsner

Am Abend des 18. April hatte der Fahrer eines nach rechts abbiegenden 40-Tonners den elfjährigen Radler nicht bemerkt und überrollt. Das Kind war sofort tot, seine Mutter musste den Unfall miterleben. Am Tag darauf gab es eine spontane Mahnwache für den Elfjährigen. In der polizeilichen Vernehmung gab der Trucker zu, den Jungen übersehen zu haben. Als unmittelbare Folge des Unfalls forderten der 
Gesamtverband Verkehrsgewerbe Niedersachsen und Politiker den verpflichtenden Einbau von Abbiege- und Bremsassistenten in Lkw. Die Verkehrsunfallkommissiun der Stadt hat die Unfallkreuzung bereits begutachtet und will in der kommenden Woche über mögliche Änderungen beraten.

Von Peer Hellerling

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