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Aus der Stadt Vorwürfe spalten Tierschutzverein - Vorsitzender tritt zurück
Hannover Aus der Stadt Vorwürfe spalten Tierschutzverein - Vorsitzender tritt zurück
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20:34 21.03.2010
Wolfgang Heine legte sein Amt nieder. Quelle: Handout

Zuvor waren drei Pfleger aus dem Tierheim Langenhagen-Krähenwinkel beschuldigt worden, Hunde misshandelt zu haben. Der Tierschutzverein Hannover ist Träger des Tierheims.

Nach Informationen der HAZ kam es bei dem Bemühen, die von mehreren Zeugen erhobenen Vorwürfe zu klären, im Vorstand zu Unstimmigkeiten. Nach Ansicht des zweiten Vorsitzenden und Rechtsanwalts Carsten Frey, der jetzt die Geschäfte des Vereins führt, haben sich die Vorwürfe gegen die Pfleger „in der Form“ nicht bestätigt: „Bisher haben wir keine Verfehlungen feststellen können, die arbeitsrechtliche Konsequenzen rechtfertigen würden.“

Der zurückgetretene Vorstandsvorsitzen Heine – der 58-jährige ist auch Leiter der Akademie der Ärztekammer Niedersachsen – wollte zu den Vorgängen keine Stellung beziehen. Seidel-Raschke teilte mit, sie habe ihr Amt aus Solidarität mit dem ersten Vorsitzenden zunächst niedergelegt. Sie sei jedoch bereit, in den Vorstand zurückzukehren, wenn die Vorfälle geklärt seien und wieder Ruhe und Frieden ins Tierheim einzögen. Zu Heines Beweggründen wollte sich Frey gegenüber der HAZ nicht äußern. Rechtsanwalt Frey gibt an, im Vorstand habe es angesichts der Vorwürfe gegen die Mitarbeiter unterschiedliche Auffassungen zur Vorgehensweise gegeben. Er selbst habe sofort interne Ermittlungen in Auftrag gegeben, um die Vorfälle aufzuklären. Strafanzeige wurde gegen die Beteiligten bislang nicht gestellt, zunächst soll das Ergebnis der Ermittlungen abgewartet werden.

Spaziergänger sollen unter anderem beobachtet haben, wie ein Hund von einer Pflegerin getreten wurde. Die konkrete Situation im Umgang mit gefährlichen Hunden sei von Außenstehenden schlecht zu beurteilen, meint Frey dazu und weist darauf hin, dass die Pflegerin eine seiner nach plausible Erklärung für den Vorgang gegeben habe. Erschütterung unter Tierfreunden löste auch der Fall eines angeblich aggressiven Hundes aus, der eingeschläfert worden ist. Der Hund soll noch eine Woche vor seinem Tod friedlich und ohne Maulkorb mit ehrenamtlichen Helfern spazieren gegangen sein. „Nur als allerletztes Mittel, wenn keine Therapie in Betracht kommt, werden Tiere eingeschläfert“, versichert Frey. Wäre dies anders, könnte er nicht mehr an der Spitze des Vereins stehen.

Der zweite Vorsitzende ist nun laut Satzung für die rund 12.000 Mitglieder allein vertretungsberechtigt. „Der Vorstand ist handlungsfähig. In der Hauptversammlung im November werden wir einen neuen Vorsitzenden wählen“, erläutert Frey. Erst 2008 war die Spitze des Tierschutzvereins komplett ausgetauscht worden. Der alte Vorstand besaß nicht mehr das Vertrauen der Mitglieder, nachdem er den langjährigen Geschäftsführer Heiko Schwarzfeld entlassen hatte. Vom neu gewählten Vorstand wurde Schwarzfeld umgehend wieder eingestellt, danach sah es so aus, als gehörten die Querelen im Tierschutzverein der Vergangenheit an.

Jutta Oerding und Veronika Thomas

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