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Aus der Stadt Bombenräumung: Laserpointer zielt auf Helikopter
Hannover Aus der Stadt Bombenräumung: Laserpointer zielt auf Helikopter
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00:17 19.06.2017
Schwierige Evakuierung: Polizeieinsatz in Badenstedt. Quelle: Christian Elsner HAZ / NP
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„Er blieb aber unverletzt“, sagt Behördensprecher Francesco Hartmann.

Der Besatzung gelang es sogar, den mutmaßlichen Verursacher ausfindig zu machen. Der 32-Jährige hatte den Laserpointer offenbar von seiner Wohnung am Marstall aus eingesetzt. „Der Mann wurde von einer Streifenwagenbesatzung vorläufig festgenommen“, sagt Hartmann. „Der offenbar genutzte Laserpointer wurde ebenfalls in der Wohnung gefunden und sichergestellt.“ Gegen den 32-jährigen Bulgaren wird nun wegen gefährlichen Eingriffs in den Luftverkehr ermittelt. Dem Verdächtigen drohen bis zu zehn Jahre Haft.

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Deshalb hat die Evakuierung für die Bombe in Badenstedt so lange gedauert.

Bereits 2014 und 2016 sind Besatzungen von Polizeihubschraubern in der Region Hannover von Laserpointern geblendet worden. Im September 2014 suchte die Helikoptercrew nachts aus der Luft nach Einbrechern in Mühlenberg, als sie unvermittelt von einem Laserstrahl verfolgt wurde. Die Besatzung lotste Beamte am Boden zum Ursprung des Laserstrahls, dort konnte ein 15-Jähriger festgenommen werden.

Erst im März dieses Jahres wurde zudem ein 43-Jähriger aus Luthe zu einer Geldstrafe von 2250 Euro verurteilt, weil er einen Polizeihubschrauber mit einem roten Laserpointer angestrahlt hatte. Der Helikopter Phönix 91 suchte am 31. Oktober 2016 nach einer Frau im Bereich der Bundesstraße 441 und Bahnstrecke bei Luthe. Vor Gericht gab der 43-Jährige an, er habe testen wollen, wie weit der Laserstrahl reiche.

Helikopter bleibt unten

Während der Bombenentschärfung in Badenstedt blieb der Polizeihubschrauber die restliche Nacht über am Boden. Die finale Kontrolle im Sperrgebiet, ob jeder seine Wohnung verlassen hatte, übernahmen gegen 2.50 Uhr Streifenwagenbesatzungen. „Dies hatte nichts mit dem Laserpointerangriff zu tun“, sagt Polizeisprecher André Puiu auf HAZ-Anfrage. Zuvor habe ein Schichtwechsel stattfinden sollen, doch der Pilot habe sich krank gemeldet.

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