Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Aus der Stadt Warnstreik behindert Oper und Schauspiel
Hannover Aus der Stadt Warnstreik behindert Oper und Schauspiel
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:15 09.03.2014
Von Mathias Klein
Foto: Ein Streik sorgt heute in der Staatsoper für Einschränkungen.
Ein Streik sorgt heute in der Staatsoper für Einschränkungen. Quelle: Philipp von Ditfurth (Archiv)
Anzeige
Hannover

Das Schauspielhaus und die Staatsoper werden heute bestreikt. Die Gewerkschaft ver.di ruft die Beschäftigten aus den Werkstätten und aus der Technik zu einem ganztägigen Warnstreik auf. Der Streik hat auch Auswirkungen auf die Vorstellungen in beiden Häusern. Die Spätvorstellung der „Römischen Octavia“ fällt aus, wer eine Karte hat, kann sie umtauschen oder bekommt das Geld zurück. Die Auswirkungen sind jedoch nicht so gravierend, da für dieses Stück pro Vorstellung nur 53 Karten verkauft werden. Alle anderen Schauspielvorstellungen finden statt. Allerdings gibt es bei der Komödie „Der Vorname“ leichte technische Einschränkungen beim Licht, wie Schauspielhaus-Sprecher Björn Achenbach erläuterte. Außerdem muss die Bühnenprobe für die nächste Premiere „Corpus Delicti“ abgesagt werden. Das Ballettensemble tanzt heute „Dornröschen“ wie geplant in der Staatsoper, allerdings findet die Vorstellung in einer „bühnentechnisch vereinfachten Version“ statt, wie ein Opernsprecher mitteilte.

"Frust und Unmut“

Der Streik hat nach Angaben von ver.di-Sprecher Ulf Birch nichts mit den in der kommenden Woche startenden Tarifverhandlungen für den öffentlichen Dienst zu tun. Grund für den Streik ist eine seit mehr als einem Jahr schwelende Tarifauseinandersetzung um die sogenannte Erschwerniszulage. In den vergangenen Jahren sei die Erschwerniszulage von der Theaterleitung zunehmend abgelehnt worden, berichtet Lutz Kokemüller von ver.di. Das habe bei den Beschäftigten „zu Frust und Unmut“ geführt.

Die streikenden Theatermitarbeiter treffen sich um 11.55 Uhr auf dem Opernplatz zur Kundgebung. Anschließend ist ein Protestmarsch durch die Innenstadt geplant.

Aus der Stadt Prozess vor dem Amtsgericht Hannover - Zahntechniker zweigt Gold für 372.000 Euro ab
Michael Zgoll 06.03.2014
Tobias Morchner 06.03.2014
Andreas Schinkel 05.03.2014