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Aus der Stadt Ruhe in Hannover, Chaos in Hamburg
Hannover Aus der Stadt Ruhe in Hannover, Chaos in Hamburg
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10:55 09.02.2015
Während es Hannover am Flughafen ruhig war, herrschte in Hamburg – hier der Flughafen Fuhlsbüttel – Chaos. Quelle: dpa
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Hannover

In Hannover war es am Morgen ruhig. "Der erste Peak mit den Geschäftsreisenden ist bereits durch", sagte Flughafen-Sprecher Sönke Jacobsen. Im Vergleich zu Hamburg seien die Auswirkungen des Streiks harmlos. Der Betrieb laufe reibungslos. Allerdings seien Abflüge nur von den Terminals A und C möglich, nicht im mittleren Terminal B. Nach Angaben eines Gewerkschaftssekretärs habe sich mehr als 80 Mitarbeiter an dem Warnstreik beteiligt. Eine Übersicht über die aktuellen Abflugzeit am Flughafen finden Sie hier.

Ganz anders sieht es dagegen in Hamburg aus: Dort herrscht Chaos. Weil mehr als 5000 Menschen an den Schaltern warteten, musste der Flughafen die Eingänge von der Polizei für mehrere Stunden schließen lassen, wie Sprecherin Stefanie Harder am Morgen sagte. "Der neueste Stand ist katastrophal. Wir haben unsere Kapazitätsgrenze überschritten. Reisende werden gebeten, ihre Flüge nach Möglichkeit umzubuchen." Am Morgen waren bereits 100 der 400 Flüge für den Tag gestrichen worden. Zwischenzeitlich waren Fluggäste aufgefordert worden, gar nicht erst zum Flughafen nach Fuhlsbüttel herauszufahren.

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Der Warnstreik des Sicherheitspersonals am Flughafen Hamburg hat dort zu chaotischen Zuständen geführt.

Mittlerweile ist der Flughafen wieder geöffnet, allerdings müssen sich Flugreisende weiter auf lange Wartezeiten von vier Stunden und mehr bei der Abfertigung einrichten. So wie am frühen Morgen: Augenzeugen berichteten von riesigen Schlangen vor den Kontrollen. Einige Passagiere berichteten, dass sie seit 4 Uhr morgens vor den Kontrollen gewartet hätten. "Es ist keine schöne Situation", sagte Flughafensprecherin Harder. Lediglich drei bis fünf der 24 Sicherheitschecks konnten geöffnet werden. Drei Fluggäste wurden in Krankenhäuser gebracht.

Peter Bremme von der Gewerkschaft Verdi zeigte sich mit dem bisherigen Verlauf des Arbeitskampfs zufrieden: "Die Streikbeteiligung ist grandios. Auch die Bodenverkehrsdienste haben sich solidarisch gezeigt und mitgemacht." Verdi fordert für das Sicherheitspersonal der untersten Stufe einen Mindestlohn von 9,20 Euro pro Stunde.

Von dem ganztägigen Warnstreik könnten nach früheren Angaben einer Flughafensprecherin rund 40 000 Passagiere betroffen sein.

lni/sbü

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