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Aus der Stadt Erneut Warnstreiks bei Primark
Hannover Aus der Stadt Erneut Warnstreiks bei Primark
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18:29 12.11.2015
Von Gunnar Menkens
Am Donnerstag kam es zu Streiks bei Primark und Toys'R'Us. Quelle: Kutter
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Hannover

Im seit Monaten schwelenden Streit um einen Tarifvertrag haben die Beschäftigten von Primark einen ersten Erfolg erzielt. Das Unternehmen hat nach Angaben von Verdi-Fachsekretärin Juliane Fuchs den Jahresurlaub für seine Mitarbeiter von fünf auf sechs Wochen verlängert. Dies habe die Geschäftsführung bereits in der hannoverschen Filiale bekannt gegeben. „Das ist genau das, was die Beschäftigten sich am meisten gewünscht haben. Es ist ein Erfolg des monatelangen Drucks, den wir aufgebaut haben“, sagte die Gewerkschafterin am Donnerstag. Üblicherweise würden Unternehmen solche Zugeständnisse vor Tarifverhandlungen machen, um die Konfliktbereitschaft in den Betrieben zu schwächen.

Auch am Donnerstag rief Verdi Primark-Mitarbeiter zum Warnstreik auf. Es war bereits die fünfte Arbeitsniederlegung in diesem Jahr. An dem Ausstand, der gegen 11 Uhr aus dem Kaufhaus heraus begann und die Geschäftsführung überraschen sollte, beteiligten sich laut Verdi rund 130 Streikende. Darunter waren auch Angestellte des Spielzeugkonzerns Toys“R“Us. An den Streik schloss sich eine Kundgebung in der City an.

Die hannoversche Filiale von Primark ist am Donnerstagmorgen erneut bestreikt worden. Auch Beschäftigte der Spielwarenkette Toys'R'Us schlossen sich an.

Die Arbeitsniederlegung traf den Modediscounter am Tag vor den heutigen Tarifgesprächen. In Hannover wird verhandelt, unter welchen Bedingungen Primark-Beschäftigte in allen deutschen Filialen künftig arbeiten werden. Die Gewerkschaft will erreichen, dass der Konzern mit Sitz im irischen Dublin den Flächentarifvertrag des regionalen Einzelhandels anerkennt – und damit bessere Aufstiegschancen, höhere Löhne und ein geringeres Maß an Abrufbarkeit für das Unternehmen. Primark hat dagegen einen Haustarifvertrag angeboten. Nach Einschätzung von Juliane Fuchs verlören Angestellte dadurch allerdings bis zu 300 Euro im Monat im Vergleich zum Flächentarifvertrag.

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