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Aus der Stadt Was von Leibniz in Hannover übrig blieb
Hannover Aus der Stadt Was von Leibniz in Hannover übrig blieb
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22:27 01.07.2009
Von Simon Benne
Annette von Boetticher Quelle: Frank Wilde

Preußenkönig Friedrich der Große, ansonsten ein eher nüchterner Mann, geriet regelrecht ins Schwärmen, wenn er an den Gelehrten aus Hannover dachte: „Leibniz, der mehr als eine Seele hatte, wenn ich das so sagen darf, war wohl würdig, den Vorsitz in einer Akademie zu führen, die er im Notfall allein hätte darstellen können“, sagte er.

Seit einigen Jahren entdeckt auch Hannover seinen großen Sohn Gottfried Wilhelm Leibniz (1646–1716) neu. Passend zu dieser Renaissance hat sich die Historikerin Annette von Boetticher im vergangenen Jahr mit 19 Studenten des Historischen Seminars der Leibniz Universität auf Spurensuche in Hannover begeben. Die rund 100 Seiten starke Broschüre, die dabei herausgekommen ist, hat sie am gestrigen Leibniz-Tag, dem 363. Geburtstag des Genies, vorgestellt.

Der schmale Band schließt eine publizistische Lücke: Das Büchlein ist zugleich ein kleiner Schmöker mit Zitaten von Zeitgenossen und historischen Abbildungen, eine kurze Einführung in Leibniz’ Leben und Werk – und vor allem ist es ein Führer für Rundgänge zu den wichtigsten Leibniz-Orten der Stadt. Informativ und unterhaltsam listet das Leibniz-Brevier auf, was von Leibniz übrig blieb in Hannover – und das ist überraschend viel: „Er ist erstaunlich präsent in der Stadt, wenn auch nicht immer an exponierter Stelle“, sagt Annette von Boetticher.

Akribisch verzeichnet die Broschüre „Leibniz und Hannover – dem Universalgenie auf der Spur“, was es an Veranstaltungen (Leibniz-Vorlesungen, -Festtage und -Führungen) gibt, welche Institutionen (Leibniz-Gesellschaft, -Bibliothek und Universität mit -Dauerausstellung) an ihn erinnern und welche Denkmäler dem Genius gewidmet sind. Neben dem berühmten Leibniz-Tempel im Georgengarten zählt dazu auch ein zweiter „Leibniz-Tempel“ in der Leibniz-Schule in der List. Die Schüler treffen sich dort in den Pausen, und man darf darauf hoffen, dass er somit als Ort kreativer Inspiration dient. Leibniz hätte dem sicher seinen Segen gegeben.

Die kostenlose Broschüre liegt im Service-Center der Universität, Welfengarten 1, aus. Ab Ende kommender Woche soll sie auch in verschiedenen Museen sowie in der Tourist-Information am Hauptbahnhof erhältlich sein.

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