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Aus der Stadt Zwischenstopp in Hannovers Geschichte
Hannover Aus der Stadt Zwischenstopp in Hannovers Geschichte
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00:15 04.05.2014
Von Bernd Haase
Bürgermeister Stefan Schostok (SPD), Regionspräsident Hauke Jagau (SPD) und der Vorstandsvorsitzende der Üstra, André Neiß. Quelle: Michael Thomas
Hannover

Regionspräsident Hauke Jagau hat eine Empfehlung für Fahrgäste, die in der Station Waterloo in der Calenberger Neustadt auf die Stadtbahn warten. „Man kann dort jetzt sinnstiftend die Verweildauer nutzen“, sagte er am Mittwoch. Anders ausgedrückt: Man kann dort etwas lernen, und zwar insbesondere dann, wenn man zu den geschichtlich Interessierten zählt. Nach einer Renovierung präsentiert sich die Station nun wie eine Außenstelle des Historischen Museums und des Stadtarchivs.

Zu sehen ist dort nicht weniger als die Chronik Hannovers in Bildern und Texten. Wer alles studieren will, muss allerdings entweder seine Verweildauer deutlich ausdehnen, häufiger kommen oder auf das Geschriebene verzichten und sich einfach nur an den gelungenen 16 je knapp 20 Quadratmeter großen Collagen an den Wänden der Station erfreuen. Selbst bei flüchtigem Hinsehen kann man dort bekannte Bauwerke wie die Kirchen, Persönlichkeiten wie König Ernst August und Kurfürstin Sophie oder Skulpturen wie die Nanas und die Göttinger Sieben entdecken.

Ob die Station nach der Auffrischung nun die schönste im hannoverschen Stadtbahnnetz ist – darauf mochten sich die Gäste bei der offiziellen Eröffnung nicht festlegen. Auf jeden Fall ist sie die informativste. Zu verdanken ist dies Dennis Hüsers und Maximilian Mente von der Agentur Zum Hohen Ufer. Sie entwickelten das Geschichtskonzept, um der ältesten Tunnelhaltestelle Hannovers, die nach fast 40 Jahren alt, dreckig und marode wirkte, neue Attraktivität zu verleihen. Der Plan stieß bei Stadt, Region, Üstra und der für die Haltestellen zuständigen Infra auf offene Ohren. „Wir haben das Ganze mit dem Stadtarchiv und dem Historischen Museum ausgearbeitet. Es sollte ja schließlich alles korrekt sein“, sagt Infra-Geschäftsführer Stefan Harcke.     

Die Tunnelstation Waterloo ist renoviert und lädt nun zu einem ziemlich umfassenden Streifzug durch Hannovers Historie ein.

Insgesamt hat die Neugestaltung der Station, die auch eine neue Beleuchtung beinhaltet und sie insgesamt freundlicher wirken lässt, rund 400.000 Euro gekostet. „Ich hoffe, dass die Graffitiszene das respektiert und Wände und Tafeln verschont“, sagte Oberbürgermeister Stefan Schostok. Rund 13.000 Fahrgäste nutzen Hannovers Waterloo täglich, bei Fußballspielen und anderen Großereignissen im Stadion sind es deutlich mehr. Ihnen könnte auch auffallen, dass die Geschichtsmotive keinen Raum mehr für Werbetafeln lassen. Sie sind verschwunden.

„Anstelle des heutigen Hannover gibt es vermutlich die Siedlung namens Tulifurum“, lautet der erste Eintrag auf den Tafeln, die an den Säulen in der Station hängen. Er bezieht sich auf das Jahr 150 nach Christi Geburt. In Fahrtrichtung stadteinwärts geht die Zeitreise dann bis zum Ende des Königreichs Hannover; auf der gegenüberliegenden Seite ist im Jahr 2013 mit der Eröffnung von Schloss Herrenhausen Schluss. Damit sind alle Säulen belegt. Wollte man Hannovers Geschichte im Untergrund fortschreiben, müsste die Station verlängert werden. Oder man hängt weitere Bilder und Textelemente in den Eingangsbereich. Der fällt jetzt nämlich gegenüber dem Ambiente an den Bahnsteigen deutlich ab.    

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