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Aus der Stadt Am Pferdeturm wird es ab Dienstag eng
Hannover Aus der Stadt Am Pferdeturm wird es ab Dienstag eng
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23:21 02.06.2017
Der Pferdeturm wird zum Nadelöhr: Die Infra erneuert dort die Gleise für die Stadtbahn der Üstra. Quelle: Archiv
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Hannover

Auf Hannovers Straßen wird es eng: Ab Dienstag baut die Infra bis voraussichtlich Ende August rund um den Pferdeturm, im Juli stehen dort auch Sperrungen an. Die Bauherren rechnen selbst mit „erheblichen Verkehrsbehinderungen“. Gleichzeitig wird die Autobahn 2 saniert und an zahlreichen Punkten in der Landeshauptstadt wird gearbeitet. Insgesamt gibt es diesen Monat 23 Baustellen „mit verkehrlichen Auswirkungen“ in Hannover, im Juli sind es sogar 25.
Sehr strammes Programm

„Es ist ein sehr, sehr strammes Programm“, sagt Infra-Bauherrenvertreter Wolfgang Ehelebe über die Arbeiten am Pferdeturm. Zwischen Kantplatz und Eisstadion wird ab Dienstag der erste Abschnitt der Baustelle eingerichtet, die Straße in beide Richtungen um eine Fahrbahn verengt. „Wir sperren ab, und die vorbereitenden Maßnahmen beginnen“, sagt Ehelebe. Zwei Wochen lang werden dort die Stadtbahngleise freigelegt, danach dehnt die Infra die Baustelle bis hinter die Pferdeturm-Kreuzung aus.

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Bereits dann dürfte sich der Verkehr massiv stauen. Doch die eigentlichen Gleisarbeiten auf der Kreuzung kommen erst noch. „Im Juli werden dafür die Gleis-Überfahrten für 14 Tage gesperrt“, sagt Ehelebe. Mit anderen Worten: Das Linksabbiegen ist ab etwa 28. Juni bis ungefähr 11. Juli aus allen vier Richtungen nicht möglich. „Parallel zur Baustelle kann aber gefahren werden“, sagt der Infra-Mann. Um schnell fertig zu sein, soll direkt auf der Kreuzung rund um die Uhr gearbeitet werden. Ehelebe sagt: „Augen zu und durch.“
Der Pferdeturm wird nicht die einzige Staufalle im Sommer sein. Auf dem Südschnellweg zwischen Landwehrkreisel und Kirchrode wird beispielsweise ab Juni gebaut. Am Steintor gibt es eine weitere Stadtbahn-Baustelle – Grund ist der Ausbau der oberirdischen Stadtbahnlinien 10/17, der dazu führt, dass das Steintor für jeglichen Verkehr gesperrt ist. Und bereits seit Mai laufen die Sanierungsarbeiten im Seelhorster Kreuz, das nun als Ausweichstrecke für die Pferdeturm-Baustelle ausgewiesen wird.

Viele Baustellen im Sommer    

Der ADAC Niedersachsen kritisiert diese Flut an gleichzeitigen Baustellen. „Es ist klar, dass gebaut werden muss“, sagt Sprecherin Anne Heinrich. Allerdings hätten sich die verschiedenen Bauherren im Vorfeld offenbar nicht abgesprochen. „Deshalb droht nun das programmierte Chaos für die Autofahrer.“ Die Baustellen in der Stadt allein seien schon stauträchtig, „die Sanierung auf der A 2 kommt als verstärkendes Problem hinzu“. Bereits jetzt stauen sich die Autos dort kilometerlang, viele weichen daher auf das Stadtgebiet aus. „Es wirkt alles nicht durchdacht“, sagt ADAC-Sprecherin Heinrich.

Bereits ab Dienstag werden zwischen dem Kantplatz und dem Eisstadion in beide Fahrtrichtungen die Spuren direkt neben den Gleisen gesperrt, ab dem 19. Juni gilt das auch für den Abschnitt über die Pferdeturm-Kreuzung hinaus. Ziel der Infra ist, mit allen Bauarbeiten bis Ende August fertig zu sein. Doch Autofahrer können dann noch nicht entspannen. Im September beginnt die Stadt mit der Umgestaltung der Scheidestraße zwischen Kleestraße und Kirchröder Straße.

Von Peer Hellerling

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