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Aus der Stadt Weidetorkreisel bleibt das Nadelöhr
Hannover Aus der Stadt Weidetorkreisel bleibt das Nadelöhr
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20:58 22.09.2009
Von Tobias Morchner
Am Dienstagnachmittag staute sich der Berufsverkehr in der Karl-Wiechert-Allee.
Am Dienstagnachmittag staute sich der Berufsverkehr in der Karl-Wiechert-Allee. Quelle: Michael Thomas
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Einen Tag zuvor hatten sich die Autos noch auf einer Länge von sechs Kilometern vor der Abfahrt von der A 37 gestaut. „Die Leute, die am Montag in der Staufalle saßen, haben offenbar schnell dazugelernt“, sagte Uli Opel von der VMZ. Vor allem die von den Experten empfohlene Umleitung (siehe Extratext) werde gut angenommen.

Zu Verzögerungen und stockendem Verkehr kam es dennoch auf der Karl-Wiechert-Allee in Richtung Weidetorkreisel und auf der Klingerstraße und der Kirchhorster Straße. „Der Weidetorkreisel ist das Nadelöhr. Es gibt auch für diese Strecken einige Alternativrouten“, hieß es von der VMZ. Pendlern, die aus Celle nach Hannover kommen, empfehlen die Experten unter anderem auf der A 2 bis Bothfeld zu fahren, dort die Autobahn zu verlassen und über die Langenforther Straße, die Sündernstraße und den Eulenkamp ins Stadtgebiet zu gelangen.

Viel zu tun hatten die Mitarbeiter an der extra wegen der Sperrung eingerichteten Telefon-Hotline. Bis zu 40 Anrufe in der Stunden gingen bei ihnen ein. „Die meisten Anrufer hatten ganz konkrete Fragen, wie sie trotz Sperrung am besten von A nach B kommen können“, erläuterte Opel.

Kritik übten die betroffenen Berufspendler vor allem an der Schaltung der Ampel an der Einmündung der Kirchhorster Straße auf die Podbielskistraße – der ersten Ampel nach der Abfahrt vom Messeschnellweg. „Schuld an dem Stau ist vor allem die nicht angepasste Ampelschaltung, die Autos nur kleckerweise durchlässt“, schrieb Berufspendler Eric Masur an die HAZ-Redaktion. Die Verkehrsmanagementzentrale wies diese Vorwürfe zurück. „Wir können diese Ampel nicht anders takten, weil sie mit den übrigen Signalanlagen synchronisiert ist“, sagte Uli Opel. Eine veränderte Schaltung besagter Ampel hätte lediglich zur Folge, dass sich die Probleme verlagerten. Auch die Abschaltung der Anlage bei gleichzeitiger Regelung des Verkehrs durch Polizeibeamte sei nicht sinnvoll. „Dadurch würden die gleichen Effekte erzeugt wie bei einer veränderten Ampelschaltung“, hieß es von der VMZ.

Die Sperrung des Schnellwegs soll, wenn alles nach Plan verläuft, am 11. Oktober enden. Dann ist die neue Brücke über die Buchholzer Straße voraussichtlich fertiggestellt. „Bisher liegen wir gut in der Zeit“, sagte Werner Nöltker von der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr. Ende der Woche kann bereits mit dem Aufbau der neuen Brückenstützpfeiler begonnen werden. Nöltker ist froh, dass die 2,8 Millionen Euro aus dem Konjunkturpaket des Bundes bereits jetzt zur Sanierung der maroden Brücke aus dem Jahr 1963 zur Verfügung stehen. „Wir hätten das Projekt sowieso angehen müssen, wenn der Stadtbahnausbau in Richtung Misburg vorangetrieben wird“, erklärte Nöltker. Jetzt, so der Ingenieur, sei die Brücke bald auf dem neuesten Stand, sodass keinerlei Komplikationen bei der Erweiterung des Üstra-Netzes zu erwarten seien.