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Aus der Stadt Bedienfehler war Ursache für Schuss aus Polizei-MP 
Hannover Aus der Stadt Bedienfehler war Ursache für Schuss aus Polizei-MP 
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12:53 11.01.2018
Bewaffnete Polizisten auf dem Weihnachtsmarkt. Quelle: dpa
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Hannover

  Der versehentliche Schuss aus einer Maschinenpistole der Polizei nahe des Weihnachtsmarktes in Hannover ist laut Innenministerium auf einen Bedienungsfehler zurückzuführen. Auch bei einem ähnlichen Vorfall mit einer Maschinenpistole, der sich zwei Tage später auf dem Gelände einer Polizeidirektion ereignete, soll die Ursache ein Handhabungsfehler gewesen sein. Dies sagte eine Referatsleiterin des Innenministeriums am Donnerstag in Hannover vor dem Innenausschuss des Landtags. Eine waffentechnische Untersuchung habe ergeben, dass ein technischer Defekt in beiden Fällen auszuschließen sei. 

Von Ende November bis zum 22. Dezember hatte die Polizei zum Schutz des Weihnachtsmarktes vor Anschlägen an zwölf Kontrollpunkten Beamte mit Maschinenpistolen postiert. Die Waffen vom Typ MP5 des Herstellers Heckler & Koch wurden dabei durchgeladen und gesichert getragen. 

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 Am 11. Dezember hatte sich am späten Nachmittag an einem Kontrollpunkt in der Knochenhauerstraße versehentlich ein Schuss aus einer Maschinenpistole gelöst. Dies sei passiert, als die Waffe von einem Beamten an den anderen übergeben worden sei, sagte die Referatsleiterin. Die beiden Polizisten könnten sich nicht mehr erinnern, wie es genau dazu kam. Auch eine Nachstellung des Vorfalls habe keine weiteren Erkenntnisse gebracht. „Worin der sicher bestehende Handhabungsfehler bestand, ließ sich nicht klären“, sagte die Referatsleiterin. Das Projektil sei in den Boden eingeschlagen, da die Waffe bei der Übergabe vorschriftsgemäß mit dem Lauf nach unten gehalten worden sei.

 Bei dem zweiten Zwischenfall, der sich zwei Tage später auf dem Gelände der Polizeidirektion in der Tannenbergallee ereignete, ließ sich der Hergang genauer klären. Hier hatte der Beamte den Angaben zufolge die Waffe entladen, um sie in die Waffenkammer zu geben. Um die Maschinenpistole zu entspannen, zog er den Abzug - und übersah dabei, dass sich noch eine Patrone im Lauf befand. Auch in diesem Fall schlug das Projektil in den Boden ein. 

 Als Konsequenz aus beiden Vorfällen soll nun das Schießtraining mit der MP5 konzeptionell überarbeitet werden. Nach Angaben eines Ausbildungsleiters trainieren die Polizisten in Hannover etwa dreimal jährlich das Schießen mit verschiedenen Waffen. Der Umgang mit der Maschinenpistole sei angesichts der Bedrohungslage in den vergangenen Jahren schon deutlich intensiviert worden. Zukünftig sollen nun die Handhabung und das Tragen der Waffe sowie die Kontrolle des Patronenlagers noch stärker in den Fokus gerückt werden. 

Von dpa

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