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Aus der Stadt Per App zum nächsten Glühweinstand
Hannover Aus der Stadt Per App zum nächsten Glühweinstand
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00:26 23.11.2015
Es weihnachtet (schon) sehr: In der Stadt sind die Aufbauarbeiten für den Weihnachtsmarkt unübersehbar. Auf dem Kröpcke steht bereits die Weihnachtspyramide, auf dem Platz der Weltausstellung öffnet sich das Tor zum Altstadtmarkt und vor dem Bahnhof wächs auch das Budendorf. Quelle: Kutter
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Hannover

Tr-del-nik“ – dieses schwierige Wort können Liebhaber von weihnachtlichen Köstlichkeiten schon einmal üben. Am Mittwoch eröffnet der traditionelle Weihnachtsmarkt in der historischen Altstadt und irgendwo im Gewimmel der rund 190 Stände wird dieses slowakische Gebäck verkauft: eine dünne Teigrolle, die auf Stöcken gebacken und mit Zucker, Nussraspeln oder Schokolade überzogen wird.

Um 16 Uhr geben Oberbürgermeister Stefan Schostok, Stadtsuperintendent Hans-Martin Heinemann und HAZ-Chefredakteur Hendrik Brandt das Startsignal für vier Wochen voller Glühweinduft, deftiger Rostbratwurst, süßer Crêpes und filigranem Kunsthandwerk. Musikalisch wird die Eröffnung von der kultigen „Spielvereinigung Linden-Nord“ begleitet.

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Die Besucher des Marktes erwarte „viel Bewährtes“ kündigt Stadträtin und Wirtschafsdezernentin Sabine Tegtmeyer-Dette an: Weihnachtlich geschmückte Stände aus dem Erzgebirge und dem Thüringer Wald, an denen Christbaumschmuck, Holzspielsachen, Keramik, Töpferwaren und vielen Leckereien angeboten werden. Händler und Gastronomen sind auch in diesem Jahr zu gleichen Anteilen auf dem Markt vertreten.
Zwischen Altbekanntem dürfen sich die Besucher über neue Angebote freuen: An allen Sonnabenden kann der mittelalterliche Beginenturm bestiegen werden.

App hilft beim Budenfinden

Der Veranstalter freut sich außerdem, dass er den Besuchern in diesem Jahr einen mobilen Weihnachtsmarkt-Lotsen an die Hand geben kann. „Bühnenprogramm und Budenpositionen können über eine App auf dem Smartphone abgerufen werden“, sagt Marktamtsleiter Michael Flohr. Das Bühnenprogramm findet jeweils von Sonntag bis Donnerstag ab 16 Uhr auf dem Hans-Lilje-Platz statt.

Um die Highlights ausfindig zu machen, müssen die Marktbesucher oftmals einfach ihrer Nase folgen. Finnisch wird es zum Beispiel bei Glögg und Wildschweinbratwurst im Lappenzelt auf dem Ballhofplatz. Für die stimmungsvolle Beleuchtung sorgen energieeffiziente LED-Lampen. Einzig der 20 Meter hohe Weihnachtsbaum an der Marktkirche ist weiter mit konventionellen Glühlampen bestückt.

Wenn das Wetter mitspielt, erwartet die Stadt wie in den Vorjahren etwa 1,8 Millionen Besucher. Michael Flohr wird in diesem Jahr verstärkt die Augen nach exotischen Gästen offenhalten. „Dass letztes Jahr eine Gruppe aus China über den Markt geschlendert ist, hätten wir fast nicht mitbekommen“, erzählt er. Doch in der Regel kämen die Budenbesitzer mit Deutsch, Englisch und ein paar Brocken Französisch zurecht, so Flohr.

Und doch wird dieses Jahr etwas anders sein: „Die Besucher müssen sich auf eine stärkere Polizeipräsenz einstellen“, bestätigt Stadträtin Tegtmeyer-Dette. Allerdings ohne schwere Bewaffnung. Eine Absage des Marktes sei trotz der Terrorwarnung beim Länderspiel am vergangenen Dienstag jedoch nicht in Erwägung gezogen worden.

Ab Donnerstag ist der Weihnachtsmarkt bis zum 22. Dezember täglich von 11 bis 21 Uhr geöffnet. Ein Nachtwächter im historischen Kostüm läutet jeden Abend das Veranstaltungsende ein.

Von Linda Tonn

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