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Aus der Stadt Weil: „Hannoveraner“ nicht verharmlosen
Hannover Aus der Stadt Weil: „Hannoveraner“ nicht verharmlosen
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21:55 23.11.2011
Nach Bekanntwerden von Inseraten der Wählergemeinschaft „Die Hannoveraner“ auf rechtsgerichteten Internetseiten warnt Oberbürgermeister Stephan Weil (SPD) davor, die Partei zu verharmlosen. Quelle: Surrey
Hannover

Nicht von ungefähr seien Rat und Verwaltung mit „Hannoveraner“-Chef Jens Böning in der letzten Ratsperiode mehrfach aneinander geraten – etwa, als Böning den damals neuen SPD-Chef Alptekin Kirci als „orientalischen Facharbeiter“ bezeichnete. Damals war Böning noch Mitglied der Gruppe „Wir für Hannover“, die er nach seiner Äußerung verlassen musste. Immerhin habe sich Böning bei Kirci entschuldigt, sagte Weil. „Dass das allerdings ein halbes Jahr gedauert hat, spricht auch für sich.“

Wie berichtet, inserieren die „Hannoveraner“ unter anderem auf der Internetseite „Politically Incorrect“ (PI), die der Verfassungsschutz derzeit neben anderen Seiten prüft. Der niedersächsische Verfassungsschutz sieht bei „PI“ klare islamfeindliche Tendenzen.

Bekanntschaft mit Lesern von „Politically Incorrect“ haben auch Kirci und Hannovers CDU-Chef Dirk Toepffer schon gemacht. Beide bekamen nach eigenen Angaben Droh-E-Mails, nachdem Äußerungen von ihnen nebst ihren Mailadressen auf der Internetseite verbreitet worden waren – teils auf Betreiben der „Hannoveraner“. Kirci passierte dies, nachdem er seinen Genossen Thilo Sarrazin in einem Interview als „erbärmliche Gestalt“ bezeichnet hatte. „Ich bekam massenhaft E-Mails mit beleidigendem Inhalt, darunter viele Bedrohungen“, sagt Kirci. CDU-Mann Toepffer geriet in den Fokus der „PI“-Nutzer, als er seinen Parteifreunden empfahl, einmal eine Moschee zu besuchen. „Nachdem auf der Seite ein Link auf meine eigene Internetseite erschienen war, kamen Mails im Sekundentakt aus ganz Deutschland“, erzählt Toepffer. Auch er sei beleidigt und bedroht worden.

Die Grünen nehmen die Berichterstattung über die „Hannoveraner“ sowie Hakenkreuzschmierereien an einer hannoverschen Schule zum Anlass, für die kommende Ratsversammlung eine aktuelle Stunde zum Thema Rechtsradikalismus zu beantragen. „Mit den Hannoveranern geht kein Weg mehr zusammen“, sagt Fraktionschef Lothar Schlieckau.

Felix Harbart

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