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Aus der Stadt Ist das ein Hingucker – oder nicht?
Hannover Aus der Stadt Ist das ein Hingucker – oder nicht?
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00:15 01.01.2016
Von Andreas Schinkel
So soll der neue Sitz der Bahn auf dem alten ZOB aussehen. Quelle: Hascher Jehle
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Hannover

„Die Pläne sind enttäuschend. Ich hätte mir einen architektonischen Hingucker gewünscht, ähnlich wie die Nord/LB am Aegidientorplatz“, sagt CDU-Baupolitiker Felix Blaschzyk. FDP-Fraktionschef Wilfried Engelke kritisiert, dass sich erneut derselbe Stil durchgesetzt hat: Schießschartenfenster in Steinfassade. „Dem Gebäude fehlt die Leichtigkeit“, sagt er. 

Der Siegerentwurf für den neuen hannoverschen Hauptsitz der Deutschen Bahn stammt aus der Feder des Berliner Architekturbüros Hascher Jehle. Der Bau hat eine Höhe von 28 Metern und neun Geschosse. Markant sind die abgerundeten Kanten des dreieckigen Gebäudes.

Selbst aus den Reihen der rot-grünen Ratsmehrheit kommt nur verhaltene Zustimmung. „Der Entwurf ist akzeptabel“, sagt Grünen-Baupolitiker Michael Dette knapp. Entscheidend sei, dass auf dem Grundstück hinterm Bahnhof überhaupt eine „sinnvolle Nutzung“ entsteht. Dem stimmt SPD-Ratsherr Jürgen Mineur zu. „Wichtiger, als über Geschmack zu streiten, ist doch, dass dort überhaupt gebaut wird“, sagt er. Die ehemalige Schmuddelecke werde endlich belebt. Diese Einschätzung teilen CDU und FDP.

1100 Bahn-Mitarbeiter aus mehr als 20 Tochterunternehmen werden in dem Bürokomplex zusammengezogen. Im nächsten Jahr sollen die Bauarbeiten starten, Investor ist das Unternehmen Kölbl Kruse. Die Bahn mietet die Büroräume. Technisch gilt der Bau als äußerst anspruchsvoll. Jedoch nicht weil U-Bahn-Schächte unter dem Grundstück verlaufen. Im Randbereich des Areals liegen noch Verbindungsgänge zwischen dem alten ZOB und der Passerellen-Ebene. „Diese nicht mehr benötigten Anlagen werden im Zusammenhang mit der Bebauung des alten ZOB teilweise zurückgebaut“, sagt Stadtsprecherin Konstanze Kalmus.

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