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Aus der Stadt Der Zoo schreibt rote Zahlen
Hannover Aus der Stadt Der Zoo schreibt rote Zahlen
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06:00 16.08.2017
Von Bernd Haase
Zoo-Geschäftsführer Andreas Casdorff hofft auf besseres Wetter.
Zoo-Geschäftsführer Andreas Casdorff hofft auf besseres Wetter. Quelle: Katrin Kutter
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Hannover

Aktuell liegen die Besucherzahlen auch erneut leicht unter dem Vorjahreswert. Außer der Witterung muss der Zoo auch seine Baustellen verkraften - vor allem für das Eingangsgebäude, das im nächsten Jahr fertig wird.

Insgesamt verbuchte der Zoo im vergangenen Jahr 1,096 Millionen Besucher und damit knapp 60.000 weniger als im Vorjahr. „Die Zahlen lagen unter den Erwartungen. Das unbeständige Wetter besonders an den Wochenenden in den Sommermonaten drückten die Nachfrage“, heißt es in den Erläuterungen zum Geschäftsverlauf.

Der Zoo Hannover ist deutschlandweit bekannt. Eisbär, Giraffen und die lebensnah gestalteten Gehege locken jedes Jahr Hunderttausende Besucher.

Andererseits hat der Zoo sein Ergebnis gegenüber 2015 merklich verbessert; seinerzeit betrug das Minus noch knapp 1,45 Millionen Euro. Zwar setzte er weniger Tageskarten ab. Dafür ist aber der Verkauf von Jahreskarten um 4000 auf gut 99.000 gestiegen. Das Defizit gleicht der Zoo aus seiner Kapitalrücklage aus.

Für das laufende Jahr plant der Zoo mit einem leichten Zuwachs bei den Besucherzahlen. Er setzt dabei auf potenzielle Publikumsmagneten wie die neu geborenen Elefanten sowie die Regenwaldlandschaft Afi Mountain, die erst vor wenigen Tagen eröffnete. Das Defizit soll auf 536.000 Euro sinken.

Der Zoo Hannover hat erstmals sein neues Affengehege mit dem Namen Afi Mountain gezeigt.

Zum wiederholten Mal haben die Linken im Ausschuss die ihrer Ansicht nach zu hohen Eintrittspreise kritisiert. „Familien mit wenig Geld sind quasi vom Zoobesuch ausgeschlossen“, sagte die Fraktionsvorsitzende Jessica Kaußen. Die Linken schlugen vor, an Montagen einen sogenannten Sparfuchstag mit einem Eintrittspreis von 5 Euro für Erwachsene und einem kostenfreien Eintritt für Kinder einzuführen.

Die anderen Fraktionen wiesen das Ansinnen unter anderem mit Verweis auf das Sozialticket zurück. Casdorff sagte, die Preise seien seit fünf Jahren nicht erhöht worden. „Der Aufsichtsrat wird sich Gedanken über das Preismodell machen“, kündigte er an, schloss aber gravierende Systemänderungen aus. Es gehe darum, weitere differenzierte Angebote etwa im Stile des Feierabendtickets zu entwickeln.

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