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Aus der Stadt Wenn Verkehrssicherheit Schule macht
Hannover Aus der Stadt Wenn Verkehrssicherheit Schule macht
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00:21 23.06.2014
Von Jörn Kießler
Gute Übung: Marzena (li.) und Mirko (beide 10) aus der 4c der Bonifatiusschule lassen sich den toten Winkel zeigen. Quelle: Rainer Surrey
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Hannover

Kinder, die mit ihren Fahrrädern über Rampen fahren, sie zwischen Slalomstangen hindurchlenken, Lastwagen, in die immer wieder Schüler klettern, und ein Kleinwagen, der am laufenden Band Vollbremsungen vor den Augen von fast 300 Zehn- bis Zwölfjährigen hinlegt. Man musste sich schon anstrengen, um am Freitag auf dem Marktplatz den Überblick zu behalten. Doch genau darum ging es am letzten Aktionstag der Woche der Verkehrssicherheit unter dem Motto: „Gib mir acht“.

Gemeinsam mit der Polizei, dem ADAC, der Verkehrswacht, dem Gemeinde-Unfallversicherungsverband der Landesunfallkasse und der Landesschulbehörde warb die Stadt Hannover mit zahlreichen Aktionen für mehr Sicherheit im Straßenverkehr. „In diesem Jahr konzentrieren wir uns auf den Radverkehr“, sagte Thomas Leidinger, Verkehrsplaner der Stadt. In diesem Rahmen wollten die Veranstalter vor allem die jungen Radler ansprechen. Dafür besuchten viele Grundschulen, um mit den Kindern für den Fahrradführerschein zu üben und über Verkehrsregeln zu sprechen.

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„Die Kinder in den vierten Klassen sind häufig noch ein bisschen unsicher, wenn es um komplexe Aktionen auf dem Rad geht“, betonte Leidinger. Gerade wenn sie gleichzeitig Handzeichen zum Abbiegen geben und dabei den laufenden Verkehr beobachten müssten, könne es zu kritischen Situationen kommen. „Deshalb haben wir diese Dinge geübt, und die Schüler können heute zeigen, wie gut sie es beherrschen“, berichtete Leidinger.

Aber nicht nur die eigenen Fähigkeiten sollten die jungen Verkehrsteilnehmer schulen. An zwei weiteren Stationen konnten die Viert- bis Sechstklässler erfahren, dass auch Erwachsene im Verkehr nicht alles mitbekommen. „Das hätte ich nicht gedacht“, sagte die Zehnjährige Paula aus der 4c der Bonifatiusschule, als sie aus dem Beifahrerfenster des Lastwagens schaut. An der Station des ADAC lernten die Kinder, dass man eine ganze Schulklasse in den toten Winkel eines Lastwagens stellen kann, wo der Fahrer die Kinder im Rückspiegel nicht sieht. „Das kann ganz schön gefährlich werden“, bemerkte die kleine Feline, die schon selbst einmal eine kritische Situation mit einem Transporter erlebt hat. „Da stand ich aber an einer Straße, und der Transporter hat mich beim Heranfahren nicht gesehen.“

Dass es in solchen Momenten besser ist, stehen zu bleiben, zeigte Detlef Gigga vom ADAC ziemlich eindrucksvoll. Mit einem Auto veranschaulichte er, wie lange es dauert, bis der Kleinwagen bei einem Tempo von gerade einmal 30 Kilometern pro Stunde zum Stehen kommt. „Den Kindern bleibt die Demonstration mit den Vollbremsungen immer gut im Gedächtnis“, sagte Gigga. Damit sei die Chance hoch, dass sie sich im richtigen Moment daran erinnerten.
Wer sich noch einmal informieren will, kann dies am Sonnabend bei der Polizeidirektion Hannover machen.

Von 10 bis 17 Uhr bieten die Polizeiinspektionen Aktionen und Infostände rund um das Thema an.

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