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Aus der Stadt Wie die Hannoveraner das Hochwasser fotografieren
Hannover Aus der Stadt Wie die Hannoveraner das Hochwasser fotografieren
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19:39 27.07.2017
Ein kurzes Erinnerungsbild an der Absperrung. Quelle: Tim Schaarschmidt
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Hannover

„Wir überlegen gerade, wie es hier normalerweise aussieht“, sagt Hendrike Dammeyer aus Münster. Sie steht zusammen mit ihrem Mann Jürgen Kerstin auf dem Leinewehr in Herrenhausen und schaut sich die Wassermassen an. „Ich bin etwas überrascht, dass das Wasser hier auch so hoch steht.“ Eigentlich wollte das Ehepaar Urlaub im Harz machen. Den aber haben sie kurzfristig storniert - und sind in Hannover gestrandet.

Durch den vielen Regen ist an der Ihme und der Leine das Wasser übergetreten. Wege, Bänke und Mülleimer wurden überflutet - manche Wege mussten gesperrt werden.

Auch für Dagmar und Hans-Jürgen Henschel aus Limmer ist der Blick auf die Leine ein Erlebnis. „Wir müssen doch live verfolgen wie sich die Situation entwickelt“, sagt der leidenschaftliche Schwimmer, während seine Frau ein Foto macht.

Die Sperrung der Stöckener Straße für den Autoverkehr nutzen viele Radfahrer um auf der Straße fahren zu können - auch wenn sie dabei durch Pfützen rollen müssen. „Das macht richtig Spaß“, sagt der achtjährige Tom Stern. Er schaut sich zusammen mit seinem Vater die Situation an. An der Straßensperrung in Letter kommen zeitgleich immer wieder Interessierte vorbei und machen Schnappschüsse mit dem Handy.

Sich dem Hochwasser zu nähern oder gar hinein zu gehen, ist nicht ungefährlich. Vor vier Jahren starb eine Frau nachdem sie versucht hatte, mit dem Rad eine überflutete Straße zu überqueren.

Von Julia Polley